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Symbolbild Logiernächte Winter

Hotellogiernächte Wintersaison 2019/2020: Massiver Einbruch aufgrund der Coronavirus-Pandemie

Im Kanton Bern wurden in der vergangenen Wintersaison gut eineinhalb Millionen Hotellogiernächte gezählt. Dies entspricht einem massiven Rückgang von rund einem Viertel gegenüber der Wintersaison 2018/2019. Verglichen mit anderen Tourismuskantonen zeichnet sich der Kanton Bern weiterhin durch eine diversifizierte Gästestruktur aus – mit regionalen Unterschieden.

Entwicklung der Hotellogiernächte

In der Schweiz und im Kanton Bern sank in der vergangenen Wintersaison (November 2019 bis April 2020) die Anzahl der Logiernächte gegenüber der Wintersaison 2018/2019 um knapp einen Viertel. Die Schweiz verzeichnete noch 12.8 Millionen Logiernächte, der Kanton Bern noch über 1.6 Millionen Logiernächte. In den alpinen Tourismuskantonen Graubünden und Wallis war der Rückgang weniger stark (-14.6 % bzw. -20.9 %).

Dieser Rückgang ist auf die Coronavirus-Pandemie zurückzuführen: In der Schweiz und im Kanton Bern nahm die Anzahl Logiernächte von November 2019 bis Februar 2020 gegenüber den Vorjahresmonaten zu. Ab März 2020 wurde die Tourismusbranche jedoch durch die Massnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie stark getroffen (Grenzschliessungen und weltweite Reisebeschränkungen). Die Zahl der Logiernächte ging im März um über 60 Prozent, im April gar über 90 Prozent zurück.


Entwicklung der Hotellogiernächte, Wintersaison, indexiert (2009/2010 = 100)

 
 
Entwicklung der Hotellogiernächte, Wintersaison, indexiert (2009/2010 = 100)

Bild vergrössern Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS) Beherbergungsstatistik (HESTA)

Gästestruktur

Die Gästestruktur im Kanton Bern und insbesondere im Berner Oberland ist breit diversifiziert. Schweizer und europäische Gäste buchen zwar immer noch die Mehrheit der Logiernächte. Der Anteil der Gäste von ausserhalb Europas ist aber vergleichsweise hoch. Diese Tatsache hat nun auch dazu geführt, dass der Rückgang der Logiernächte im Kanton Bern stärker war als in den Kantonen Graubünden und Wallis. Auch deshalb, weil die Gäste aus Asien bereits vor den einschneidenden Schutzmassnahmen in der Schweiz und Europa grösstenteils fernblieben.


Hotellogiernächte nach Gästeherkunft, Wintersaison 2019/2020p

Hotellogiernächte nach Gästeherkunft, Wintersaison 2019/2020p

Bild vergrössern Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS) Beherbergungsstatistik (HESTA)

Tourismusdestinationen des Kantons Bern

Alle sechs Tourismusdestinationen des Kantons Bern wurden in der vergangenen Wintersaison von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie getroffen. In der Destination Interlaken, die in den vergangenen Jahren immer am meisten Logiernächte zählte, sanken die Logiernächte mit 36 Prozent am stärksten. Dieser Rückgang ist insbesondere dem Wegfall der Gäste aus Asien ab Februar 2020 zuzuschreiben.


Aufgrund des «normalen» Verlaufs in der ersten Hälfte der Wintersaison 2019/2020 zeigen sich bei den Gästestrukturen der Tourismusdestinationen nach wie vor bedeutende Unterschiede: So waren asiatische Gäste in der Destination Interlaken immer noch für drei von zehn Logiernächten verantwortlich. In der Jungfrauregion war der Anteil der Gäste aus Europa mit über 40 Prozent der Logiernächte am höchsten. Schliesslich verzeichnete Adelboden-Lenk-Kandersteg mit über drei Vierteln anteilsmässig die meisten Logiernächte von Schweizer Gästen aller sechs Destinationen.


Hotellogiernächte in den sechs Berner Destinationen nach Gästeherkunft, Wintersaison 2019/2020p


 
Hotellogiernächte in den sechs Berner Destinationen nach Gästerherkunft, Wintersaison 2019/2020p

Bild vergrössern Hinweis: Bei der Destination Jura & Drei-Seen-Land werden nur die Logiernächte im Kanton Bern ausgewiesen; Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS) Beherbergungsstatistik (HESTA)

 

 

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