Suchbereich

Stichwörter von A bis Z

Navigation


  • Français


Im Fokus

Symbolbild Logiernächte Winter

Bruttoinlandprodukt 2018: Kräftiges Wachstum

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg im Jahr 2018 im Kanton Bern um 1.4 Prozent auf rund 80.4 Milliarden Franken. Mehr als die Hälfte des kantonalen BIP wird in der Verwaltungsregion Bern-Mittelland erwirtschaftet. Pro Einwohner ergibt dies ein BIP von 77 900 Franken, womit der Kanton Bern knapp im Schweizer Durchschnitt von 81 000 Franken liegt.

Das BIP, das die wirtschaftliche Leistung des Kantons misst, stieg im Jahr 2018 um 1.4 Prozent auf 80.4 Milliarden Franken. Dies entspricht 11.7 Prozent des Schweizer BIP von 689.9 Milliarden Franken. Die Schweizer Wirtschaft erzielte gegenüber dem Vorjahr ein kräftiges Wachstum von 2.5 Prozent – erstmals wieder ein ähnlich starkes Wachstum wie 2014, vor Aufhebung des Euro-Mindestkurses.  

BIP nach Verwaltungsregionen

In der Verwaltungsregion Bern-Mittelland wird 56 Prozent des kantonalen BIP erwirtschaftet. Die Verwaltungsregionen Emmental-Oberaargau, Oberland und Seeland verzeichnen einen ungefähr gleich grossen Anteil am gesamten BIP des Kantons. Die Region Jura bernois trägt rund 4 Prozent zum kantonalen BIP bei.
 

Anteile der Verwaltungsregionen am BIP des Kantons Bern, 2018p

Anteile der Verwaltungsregionen am BIP des Kantons Bern, 2018p

Bild vergrössern p: provisorische Werte für 2018, Quelle: BAK Economics

Wirtschaftswachstum

Das jahresdurchschnittliche Wachstum des BIP der letzten zehn Jahre liegt im Kanton Bern mit 1.0 Prozent unter dem Schweizer Durchschnitt (1.5 %). Ein Vergleich zwischen den Verwaltungsregionen über diesen Zeitraum zeigt das stärkste jahresdurchschnittliche Wirtschaftswachstum in Bern-Mittelland (1.3 %) und das schwächste im Jura bernois (0.2 %).

Die Entwicklung des BIP war stark von konjunkturellen Schwankungen geprägt. Während der Finanzkrise vor zehn Jahren war die industriell geprägte Verwaltungsregion Jura bernois am stärksten vom BIP-Rückgang betroffen. Bern-Mittelland konnte – aufgrund der stärker binnenorientierten Wirtschaftsstruktur – noch ein knapp positives Wachstum gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Die Eurokrise führte 2012 in allen Verwaltungsregionen zu negativen Wachstumsraten. Auch die Aufhebung des Euro-Mindestkurses zu Beginn des Jahres 2015 führte zu einem Wachstumsrückgang. Seit 2017 verzeichnen alle Verwaltungsregionen wieder positive Wachstumsraten. Einzig in der Region Jura bernois war das BIP-Wachstum im Jahr 2018 höher als im Vorjahr. Dies aufgrund der Erholung in der Industrie, insbesondere einem starken Wachstum in der Uhren- und MEM-industrie.
 

BIP-Entwicklung (Veränderung gegenüber dem Vorjahr)

BIP-Entwicklung (Veränderung gegenüber dem Vorjahr)

Bild vergrössern p: provisorische Werte für 2018, Quelle: BAK Economics

BIP pro Einwohner

Das BIP pro Einwohner dient als Indikator für den Wohlstand. Es belief sich im Jahr 2018 im Kan-ton Bern auf rund 77 900 Franken, dies entspricht einer Zunahme von 1.0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das BIP pro Einwohner liegt somit leicht unter dem Schweizer Durchschnitt von 81 000 Franken. Das höchste BIP pro Einwohner verzeichnet die Verwaltungsregion Bern-Mittelland, während das Oberland den tiefsten Wert aufweist. Dabei gilt zu berücksichtigen, dass das BIP pro Einwohner zusätzlich zu den Produktivitätsunterschieden die Pendlerbewegungen widerspiegelt. Die Pendlerströme nach Bern-Mittelland bewirken, dass das BIP pro Einwohner in dieser Verwaltungsregion deutlich höher ist als in den anderen Wirtschaftsregionen.
 

BIP pro Einwohner (in Franken), 2018p

BIP pro Einwohner (in Franken), 2018p

Bild vergrössern p: provisorische Werte für 2018, Quelle: BAK Economics

BIP pro Beschäftigten

Im Kanton Bern betrug das BIP pro Beschäftigten durchschnittlich 123 800 Franken, was unter dem Schweizerischen Durchschnitt (130 300 Franken) liegt. Die Gründe dafür sind hauptsächlich ein tieferer durchschnittlicher Beschäftigungs­grad und die insgesamt weniger wert­schöpfungsstarke Branchenstruktur. Pro­duktivitätsunterschiede innerhalb einzelner Branchen fallen kaum ins Gewicht. Die Verwaltungsregion Bern-Mittelland verfügt mit 135 200 Franken über das höchste BIP pro Beschäftigten. Das Oberland weist mit 110 500 Franken das tiefste BIP pro Beschäftigten aus. Diese Verwaltungsregion ist durch das Bau- und Gastgewerbe sowie  die Landwirtschaft – die als weniger wertschöpfungsstarke Branchen gelten – geprägt.  
 

BIP pro Beschäftigten (in Franken), 2018p

BIP pro Beschäftigten (in Franken), 2018p

Bild vergrössern p: provisorische Werte für 2018, Quelle: BAK Economics


Weitere Informationen

 


Mein Warenkorb ([BASKETITEMCOUNT])

Informationen über diesen Webauftritt

https://www.vol.be.ch/vol/de/index/wirtschaft/wirtschaftsdaten/aktuell/im-fokus.html