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Bauten und nachteilige Nutzungen im Wald

Nieder gehaltenes Stück Wald unter einer Starkstromleitung.

Bauten und nachteilige Nutzungen im Wald sind immer bewilligungspflichtig.

Bauten im Wald und nachteilige Nutzungen sind bewilligungspflichtig

Der Wald ist ein grossflächiges Rückzugsgebiet von Tieren und Pflanzen. Bauten und Anlagen im Wald sind deshalb immer bewilligungspflichtig und auf das unbedingt Notwendige zu beschränken. Je nach Art und Ausmass eines Objektes wird zwischen forstlichen Bauten und nachteiligen Nutzungen im Wald unterschieden. Grosse Bauten oder Werke brauchen gar eine Rodungsbewilligung.

Zu den nachteiligen Nutzungen im Wald zählen unter anderem die nichtforstlichen Kleinbauten und -anlagen, Niederhaltezonen und besondere Nutzungsrechte (z.B. Laub- oder Streuenutzung) sowie Aschebestattungen. Nachteilige Nutzungen beeinträchtigen den Wald, seine Funktionen oder dessen Bewirtschaftung und dürfen nur ausnahmsweise bewilligt werden.

Forstliche Bauten sind auf den Wald angewiesen

Forstliche Bauten wie Waldstrassen, befestigte Holzlagerplätze, Forstwerkhöfe und Holzschnitzellager dienen primär der Pflege und Bewirtschaftung des Waldes. Sie gelten nach dem Raumplanungsgesetz als zonenkonforme Bauten. Der Forstdienst beurteilt dabei, ob es sich um eine forstliche Baute handelt.

Nichtforstliche Kleinbauten beeinträchtigen die Waldbewirtschaftung

Nichtforstliche Kleinbauten und -anlagen sind z.B. Sport- und Lehrpfade, kleine erdverlegte Leitungen, Hochsitze, Feuerstellen und Unterstände von max. 25 m2 sowie Erholungseinrichtungen, Zäune, Informationstafeln und Plätze für Waldspielgruppen. Diese Objekte haben einen gewissen Einfluss auf den Wald. Sie erlauben es jedoch, dass der Wald seine wichtigsten Funktionen weiterhin erfüllen kann. Für nichtforstliche Kleinbauten und -anlagen ist daher immer eine Ausnahme nach Art. 24 Raumplanungsgesetz erforderlich.

Niederhaltezonen beschränken die Höhe der Bäume

Bei Niederhaltezonen darf der Wald z.B. wegen Stromleitungen oder Seilbahnen eine bestimmte Höhe nicht überschreiten, oder die Baumwurzeln dürfen eine bestimmte Bodentiefe nicht erreichen. Der Baumbestand wird deshalb regelmässig zurückgeschnitten, aber nie ganz entfernt. Diese Niederhaltungen stellen ebenfalls eine nachteilige Nutzung des Waldes dar und sind daher bewilligungspflichtig.

Andere nachteilige Nutzungen sind nur ausnahmsweise erlaubt

Die regelmässige Nutzung von Laub und Streue aus dem Wald oder besondere Beanspruchungen von Wald, z.B. für Aschebestattungen erfordern eine Ausnahmebewilligung durch den Forstdienst und die Zustimmung des Waldeigentümers. Einzelne, individuelle Bestattungen von Asche im Wald sind bewilligungsfrei. Nur Bestattungen, die von einem Unternehmen organisiert werden, benötigen eine Bewilligung.

Ansprechpartner

Forstliche Bauten und alle nachteiligen Nutzungen: Waldabteilungen

Hinweis

Folgende Unterlagen des KAWA sind zum Thema "Nachteilige Nutzungen und Bauten im Wald" verfügbar:

Arbeitshilfe KAWA 8.2/1 - Biken im Wald (PDF, 5 MB, 13 Seiten)

Kreisschreiben KAWA 8.3/1 - Ansitzeinrichtungen im Wald (PDF, 153 KB)

Rechtliche Grundlagen

RPG Art. 22 und 24
Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (SR 700)

WaG Art. 11 und 16
Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991 über den Wald (SR 921.0)

WaV Art. 4, 13a und 14
Verordnung über den Wald vom 30. November 1992 (SR 921.01)

KWaV Art. 35
Kantonale Waldverordnung vom 29. Oktober 1997 (BSG 921.111)

BestV Art. 5
Verordnung über das Bestattungswesen vom 27. Oktober 2010 (BSG 811.811)


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