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Baumartenwahl

Eine zentrale Aufgabe

Die Baumartenwahl ist für die Anpassung des Waldes an den Klimawandel zentral. Ein grosser Teil der Baumarten wird sich behaupten können. Diejenigen, die es aber nicht können, sollten durch waldbauliche Massnahmen fortlaufend gefördert oder gar ersetzt werden. Dies ist mit verschiedenen Massnahmen möglich.

Standortgerechte Mischungen

Die wichtigste Massnahme in der Baumartenwahl ist deren Zusammensetzung. Hinsichtlich des Klimawandels sollte immer darauf geachtet werden, dass standortgerechte Mischungen mit gutem künftigem Entwicklungspotenzial bevorzugt werden.

Verschiedene Provenienzen

Eine weitere Massnahme kann das Pflanzen von Baumarten aus bestimmten Herkünften (Provenienz) sein. Beispielsweise kann im Voralpengebiet eine Buche gepflanzt werden, die aus einem Bestand im Seeland (warm & trocken) stammt. Diese Provenienz ist bereits auf die künftig möglichen Klimaverhältnisse an diesem Standort vorbereitet. Wie auch bei den Baumarten sollten aber immer mehrere Provenienzen gemischt werden.

Pionierbaumarten als Versicherung

Pionierbaumarten sind Baumarten, die als erstes nach einem Holzschlag oder Ausfall des Waldes aufkommen. Dazu gehören z.B. Weiden, Birken oder Pappeln. Sie fristen im gesunden Wald ein eher unscheinbares Dasein. Falls es aber unter dem Klimawandel zu flächigen Ausfällen des Waldes kommt, können sie bei der Wiederbewaldung wertvolle Dienste leisten. Daher ist es empfehlenswert, heute auch solche Arten im Wald aufkommen zu lassen.

Fichten durch andere Nadelbäume ersetzen

Die Fichte ist der Brotbaum der Waldbewirtschafter. Mit ihr lassen sich heute die besten Holzerträge im Wald gewinnen. Unter dem Klimawandel wird sie aber zunehmend Mühe bekunden und wahrscheinlich auf vielen Standorten in tieferen Lagen auch ausfallen. Daher ist es empfehlenswert, bereits heute an Stelle der Fichte Nadelholzarten einzubringen, die wesentlich besser mit dem Temperaturanstieg und Witterungsextremen umgehen können.

Exoten & Gastbaumarten

Eine weitere Möglichkeit zur Anpassung des Waldes an den Klimawandel kann das Einbringen von standortgerechten Exoten (z.B. Douglasie und Roteiche) und Gastbaumarten (z.B. Lärche im Mittelland) sein. Was dabei aber immer beachtet werden muss ist, dass sie in massvoller Mischung eingebracht werden und dass sie den Standort auf dem sie stehen, nicht verschlechtern.

Konkurrenzschwache Baumarten mit Potenzial

Konkurrenschwache Baumarten können sich oftmals nur schlecht gegenüber anderen dominanten Baumarten behaupten. Solche Arten, denen zusätzlich ein Potenzial unter dem Klimawandel beigemessen wird, sollten in angemessenen Anteilen gefördert werden. Dies geschieht durch Verjüngung oder Pflege.


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