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FAQ neue Messpflicht

Warum wird gemessen?

Feinstaubproblematik: Es gibt immer noch Grenzwert-Überschreitungen beim Feinstaub. Die Holzfeuerungen tragen dazu zu ca. 1/3 bei.

Öl- und Gasfeuerungen, grosse Holzfeuerungen (mit einer Feuerungswärmeleistung von mehr als 70 kW) sowie Restholzfeuerungen unterliegen bereits der Messpflicht. Seit dem 1. November 2019 wird nun die Vollzugslücke bei den kleinen Holzfeuerungen geschlossen.

Wie oft wird gemessen?

Bei Anlagen mit einer Feuerungswärmeleistung bis einschliesslich 70kW muss alle vier Jahre eine Emissionsmessung durchgeführt werden. Restholzfeuerungen und gewerblich genutzte Backöfen werden alle zwei Jahre zur Emissionsmessung aufgeboten.

Holzfeuerungen sind doch CO2-neutral? Warum werden sie trotzdem gemessen?

Holzfeuerungen sind zwar CO2-neutral und damit klimafreundlich. Die Problematik bezüglich Feinstaub ist hiervon jedoch unabhängig und bleibt somit bestehen. Wirklich umweltfreundlich sind Holzfeuerungen erst dann, wenn sie keinen übermässigen Feinstaubausstoss verursachen.

Welche Messungen / Kontrollen werden vorgenommen?

Es werden zwei Arten von Messungen und Kontrollen vorgenommen:

  • Visuelle Aschen- und Brennstoffkontrolle, kontrolliert werden Brennstoff und Brennraum.
  • Messung von Kohlenmonoxid (CO) sowie Feinstaub (bei Restholzfeuerungen und Backöfen, im Fall von Abnahme- und Klagemessungen).

Beide Bereiche sind rechtlich voneinander getrennt. Aus diesem Grund werden Messung und Brennstoffkontrolle separat verrechnet und – je nach Situation – auch getrennt voneinander ausgeführt.

Muss ich bei einer Grenzwertüberschreitung die Anlage austauschen?

Im Fall einer Grenzwertüberschreitung wird eine Sanierung der Anlage nur dann verfügt, wenn einfache Massnahmen nicht ausreichen.

Sollte eine Sanierung nötig sein, kann diese innerhalb einer Frist von 10 Jahren vorgenommen werden. Nur bei massiven Grenzwertüberschreitungen wird diese Frist gekürzt.

Wie hoch sind die Kosten für eine Messung?

Die Gebühren (exkl. MwSt) sind in der kantonalen Gebührenverordnung (GebV) festgelegt und betragen: 

  • CHF 260.- für die Messung einer handbeschickten Anlage
  • CHF 240.- für die Messung einer automatisch beschickten Anlage
  • CHF 35.- für eine zusätzliche Staubmessung 
  • Die Kantonsgebühr von CHF 16.- wird ausschliesslich für periodische Messungen erhoben (nicht jedoch für Abnahme-, Nach- und Klagemessungen)

Kann die Messperson für die Holzfeuerungs-Kontrolle frei gewählt werden?

Nein, bis 2023 sind die Messpersonen fix zugewiesen. Welches Unternehmen für Ihre Gemeinde zuständig ist, finden Sie in der Gemeindeliste (PDF, 554 KB, 20 Seiten).

Muss man bei der Messung der Holzfeuerung dabei sein?

Grundsätzlich ja. Da im ersten Turnus Information und Beratung im Vordergrund stehen, empfehlen wir, dass zumindest bei der ersten Messung eine verantwortliche Person mit dabei ist.

Ausserdem ist insbesondere bei von Hand befeuerten Anlagen (Stückholz-Feuerungen) das korrekte Beladen und Anfeuern wesentlich für ein gutes Messergebnis. Aus diesem Grund ist es für die Messperson wichtig, Sie bei beiden Vorgängen begleiten zu können. Bei automatisch befeuerten Anlagen (Pellets-, Schnitzel-Feuerungen) ist dies weniger relevant.

Sollten Sie aus triftigen Gründen verhindert sein, nehmen Sie bitte mit dem zuständigen Kontrolleur bzw. der zuständigen Kontrolleurin Kontakt auf, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Welches Unternehmen für Ihre Gemeinde zuständig ist, finden Sie in der Gemeindeliste (PDF, 554 KB, 20 Seiten).

Bleibt meine Holz-Feuerung trotz der zusätzlichen Messkosten im Vergleich zu anderen Heiz-Systemen konkurrenzfähig?

Grundsätzlich ja. Andere Feuerungen wie etwa Öl- und Gasfeuerungen, grosse Holzfeuerungen sowie Restholzfeuerungen werden bereits seit mehreren Jahrzehnten kostenpflichtig gemessen. Ausschlaggebender für die Konkurrenzfähigkeit sind jedoch die Brennstoffkosten, die von Jahr zu Jahr variieren können.

Vergleich verschiedener Energieträger im Kassensturz (26.02.2019)

Muss ich vor der Messung etwas machen?

Ja. Damit die Messung mit einem möglichst guten Ergebnis abgeschlossen werden kann, müssen Sie bitte folgende Punkte beachten:

  • Bei handbeschickten Anlagen (Stückholz-Feuerungen) darf der Speicher maximal zur Hälfte gefüllt sein und muss im kalten Zustand belassen werden.
  • Automatisch beschickte Holzfeuerungen (Pellets-, Schnitzel-Feuerungen) können an der betriebswarmen Anlage gemessen werden. Daher müssen Sie hier nichts Spezielles beachten.

Weiterhin muss zum Messtermin ausreichend geeignetes Holz vorhanden sein.


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