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Feinstaub

Zum Vergleich, der Durchmesser eines menschlichen Haares beträgt rund 60 μg oder 0.06 Millimeter. Ein PM10-Partikel ist ca. 1/6  kleiner, d.h. das zerklüftete Teilchen hat einen aerodynamischen Durchmesser von ≤10 μm bzw. 0.01 Millimeter.

Bild vergrössern Bildquelle: www.greenfacts.org


Was ist Feinstaub?

Feinstaub ist genau das, was der Name besagt: Staub der sehr fein ist. So fein, dass der Durchmesser eines Partikels weniger als einen Hundertstel Millimeter beträgt. Die Grösse von Staubpartikeln wird mit dem «aerodynamischen Durchmesser» bestimmt. Der kugelförmige Durchmesser von Feinstaub wird dabei mit  PM10 und PM2.5 (10 und 2.5 geben die Mikrometer an) ausgewiesen.

Zum Vergleich, der Durchmesser eines menschlichen Haares beträgt rund 60 μg oder 0.06 Millimeter. Ein PM10-Partikel ist ca. 1/6  kleiner, d.h. das zerklüftete Teilchen hat einen aerodynamischen Durchmesser von ≤10 μm bzw. 0.01 Millimeter.

Es gibt zwei Arten von Feinstaub:

Primärer Feinstaub gelangt direkt als Partikel in die Luft und zwar bei Verbrennungsprozessen, durch Abrieb auf Strassen und Schienen, bei Aufwirbelung und durch natürliche Quellen (z.B. Pollen, Pilzsporen etc.)

Sekundärer Feinstaub bildet sich aus bereits vorhandenen Luftschadstoffen, durch chemische und physikalische Reaktionen. Nebst leichtflüchtigen organischen Bestandteilen sind auch Schwefeldioxid, Stickoxide und Ammoniak als Vorläuferstoffe bekannt. 

Saisonale Feinstaub-Belastungen:

Belastungsepisoden von Feinstaub treten in der Regel im Winter auf, aufgrund sogenannter Inversionslagen. Dabei wird bodennahe kalte Luft von einer warmen Luftschicht überlagert, was den Luftaustausch von unten nach oben erschwert. Es bildet sich eine Hochnebeldecke unter der sich die Luftschadstoffe konzentrieren. Erschwerend kommt hinzu, dass  wegen des kalten Wetters vermehrt geheizt und somit auch mehr Feinstaub produziert wird. Ist die Belastung besonders hoch, spricht man von Wintersmog. 

Die Entwicklung der Feinstaub-Belastung in der Schweiz:

Die Feinstaub-Belastung hat sich seit Beginn der Messungen in den 1990er Jahren gravierend verbessert. Seit 2012 liegen die Jahresmittelwerte für Feinstaub PM10 unter dem Grenzwert von 20 μg/m3.

Die Wintermonate 2018 werden in guter Erinnerung bleiben – ohne eine einzige Smogphase. Weiterhin stark belastet bleiben allerdings die grossen Verkehrsadern.

 

Die Abbildungen zeigen die verbesserten Feinstaubwerte im Gebiet der Nordwestschweizer Kantonen Aargau, Basel-Stadt, Basel-Land, Bern, Jura und Solothurn. Gelbe und orange Flächen deuten auf Überschreitung des Jahresgrenzwertes von 20 μg/m3 hin. In blauen und grünen Orten wurde der Jahresgrenzwert eingehalten. Rote bis violette Farben würden auf eine massive Überschreitung aufzeigen.

Die Hauptverursacher von Feinstaub in der Schweiz:

PM2.5-Emissionsquellen 2016, Submission 2018, ohne Waldbrände

Bild vergrössern PM2.5-Emissionsquellen 2016, Submission 2018, ohne Waldbrände

Feinstaub PM2.5

Die grössten Emissionen von PM2.5-Partikeln entstehen durch Holzfeuerungen, sowohl in privaten Haushalten wie auch in Industrie und Gewerbe. Auch der individuelle Personenverkehr auf der Strasse trägt zu einem grossen Teil der Belastung bei.

In Innenräumen führen Kochen, Chéminées, Schwedenöfen und brennend Kerzen zu stark erhöhten Feinstaub-Konzentrationen.

PM10-Emissionsquellen 2010, Submission 2014

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Feinstaub PM10 

Die grössten Quellen von  PM10-Teilchen befinden sich vor allem in der Land- und Forstwirtschaft, gefolgt vom Personenverkehr auf der Strasse.

Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit:

Die Zerklüftung der Feinstaub-Partikel ermöglicht anderen Schadstoffen sich an die Staubteilchen anzuheften. Wenn es sich bei diesen Anlagerungen um giftige Substanzen wie Russ handelt, können die Partikel eine krebserzeugende Wirkung auslösen.

Je kleiner die Partikel sind, desto tiefer können sie in den menschlichen Körper eindringen. Während die PM10-Teilchen in der Nasen- und Halsschleimhaut hängen bleiben, dringt PM2.5-Staub bis tief in die Bronchiolen vor. Die allerkleinsten Teilchen gelangen via Lungenbläschen ins Blut und werden somit durch den Körper transportiert um irgendwo abgelagert zu werden, nachweislich z. B. im Gehirn.

Bei Menschen, die vermehrt kurzzeitigem Feinstaub ausgesetzt sind, können akute Beschwerden auftreten. Bei andauernder Feinstaub-Belastung der Lungen können sich auch chronische Beschwerden entwickeln.

Akute Beschwerden

  • Akute Atemwegssymptome wie z. B. Husten, Auswurf und Atemnot
  • Auslösen von Bronchitis, Asthma sowie Störungen der Regulierung des Herzrhythmus
  • Atemwegs- und Herz-Kreislaufproblemen

Chronische Beschwerden

  • Chronische Atemwegserkrankungen wie z. B. Asthma und COPD (chronische Bronchitis)
  • Chronische Verschlechterung der Lungenfunktion, bei Kindern vermindertes Lungenwachstum
  • Chronische Herz-Kreislauferkrankungen wie Atheriosklerose und Bluthochdruck
  • Lungenkrebs
  • Demenz 

Auswirkungen auf die Natur 

Auch Pflanzen werden durch Feinstaub beeinträchtigt: Ablagerungen von Staubteilchen auf den Blättern stören die Photosynthese. Auf der Blattunterseite verstopfen die feinen Partikel die Spaltöffnungen und behindern damit den Gas- und Wasseraustausch der Pflanze. Konkret heisst das, sie kann weniger gut atmen und schlechter Energie herstellen.

Hinweis

 Weiterführende Informationen finden Sie unter:


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