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Naturschutzgebiet Lindental

Das bernische Lindental beherbergt verschiedene Lebensräume: Von naturnaher Landschaft bis hin zum intensiv bewirtschafteten Ackerland. Zusammen bilden sie eine relativ harmonische Einheit.

In der letzten Eiszeit schob sich eine Seitenzunge des Aaregletschers über dieses Gebiet und formte in das dort vorherrschende weiche Gestein das Lindental mit seinen charakteristischen Molassefelsen.

In Boulderkreisen (Klettern ohne Seil und Sicherung) kennt man das Lindental und somit die Geismefluh mit ihren interessanten Felsstrukturen. Vielleicht weniger bekannt ist der hohe Naturwert dieses Gebietes und dass dessen Struktur zahlreichen felsbewohnenden Arten optimale Lebensräume bietet: Mehrere Vogelarten nisten ausschliesslich auf Felsbändern oder in Felsnischen, wo sie vor Räubern geschützt sind. Dazu gehört der Wanderfalke, der nachweislich bereits seit 500 Jahren an der Geismefluh brütet, oder der Kolkrabe, der am selben Ort bereits seit dem Jahr 1815 mit Brutnachweis dokumentiert ist. Die Löcher im Fels sind nicht nur für Vögel geeignete Nistplätze, sie bieten auch Tagesquartiere für Fledermäuse. Gämsen übernachten unter dem Überhang, und spezialisierte Pflanzen wachsen am sandigen Fuss des gewaltigen Felsens.

Damit dieser hohe Naturwert erhalten werden kann, ist das Gebiet seit 1969 ein kantonales Naturschutzgebiet. Der SAC und die kantonalen Naturschutzbehörden einigten sich auf ein halbjähriges Betretungsverbot, jeweils vom 1. Februar bis zum 30. Juni. In den übrigen Monaten ist Bouldern erlaubt; Klettern mit Seil und Drytoolen bleiben weiterhin ganzjährig verboten. Die Natur, der SAC und die Abteilung Naturförderung (Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern) danken für die Einhaltung dieser seit 2009 rechtlich gültigen Regelung.

Mehr Informationen zum Gebiet, seinen Naturwerten und den gesetzlichen Regelungen finden Sie auf den Tafeln (PDF, 2 MB, 1 Seite) vor Ort.


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