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Roter amerikanischer Sumpfkrebs

Bild eines Roten amerikanischen Sumpfkrebs

Bild vergrössern Roter amerikanischer Sumpfkrebs (Procambarus clarkii)

Biologie des Roten Amerikanischen Sumpfkrebses (Procambarus clarkii)

Bestimmungsmerkmale

Eher feiner Körperbau; auffällig starke Bedornung des gesamten Panzers und hinter der Nackenfurche; bis zu 13 cm Körperlänge. Glatte Längsseiten der Stirn mit abgesetzter kurzer, dreieckiger Stirnspitze; kein Mittelkiel vorhanden; einteilige Augenleiste mit mindestens einem Dorn. Typische mittige Vereinigung der Rückenfurchen. Feine, längliche Scheren mit typischen s-förmigen Fingern; dunkle Scherenoberseite übersät mit leuchtend roten Dornen; Scherenunterseite sowie Laufbeine rot gefärbt.

Vorkommen

Der Rote Amerikanische Sumpfkrebs hat seine Herkunft in Nordamerika (Louisiana). Erstmals wurde er in den 1970er Jahren in Spanien eingeführt und breitet sich seither stark aus. In Europa kommt die Art bereits in 9 Ländern vor, so auch in der Schweiz. Seit den 1990er Jahren wird der illegal eingeführte Krebs in der Schweiz aus Gewässern der Kantone Aargau und Zürich gemeldet. Diese Populationen konnten isoliert, jedoch nicht beseitigt werden. Glücklicherweise ist die Art in der Schweiz heute nur selten. Im Kanton Bern kommt sie bislang nicht vor.

Lebensweise

Die Jungen bleiben nach dem Schlüpfen 2 Monate mit dem Muttertier in der Höhle. Das Besondere beim Sumpfkrebs gegenüber anderen Arten ist seine Fähigkeit, Höhlen zu graben, die auch ausserhalb des Wassers liegen können. In diesen kann er in Trockenperioden bis zu 4 Monate verharren. Die fremde Art verdrängt einheimische Krebse durch Konkurrenz und durch Übertragung der Krebspest.

Temperaturtoleranz

max. Temperatur: Zwischen 20 und 25°C

Besiedlungen

Weiher, Moore mit schlammigem Grund, langsam fliessende Bäche

Eiablage

Frühjahr, je nach Voraussetzung ein zweites Mal im Herbst

Eizahl

bis zu 600 Eier

Resistenz

toleriert schlechte Wasserqualität

Bedrohung

Übertragung der Krebspest
Verdrängung einheimischer Krebse

Einstufung vom Gesetz

unerwünschte Art

Nahrung

Pflanzen, grössere Wirbellosen (Libellen, Eintagsfliegen)


Weitere Informationen

 


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