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Ozon

Das Ozon und das Loch

Es ist nicht so ganz einfach mit diesem Ozon: Es ist Bedrohung und Schutz, es ist kurzlebig, kann aber lange verweilen, es muss gleichzeitig erhalten und bekämpft werden.   

Schutz und Bedrohung 

Ozon ist ein aus drei Sauerstoff-Atomen bestehendes Spurengas. Es kommt  sowohl in der Stratosphäre, als auch in Bodennähe vor. In der Stratosphäre ist es gut, da es die Erde vor den ultravioletten Strahlen der Sonne schützt und so Leben auf dem Planet erst möglich macht. In Bodennähe hingegen hat es schädliche Auswirkungen: Es verlangsamt Pflanzen in ihrem Wachstum, kann beim Menschen zu Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislaufkrankheiten und vorzeitigen Todesfällen führen und trägt als Treibhausgas zum Klimawandel bei. 

Erhaltung des guten Ozons

Natürliches Ozon entsteht aus der Spaltung von Sauerstoffmolekülen (O2) durch Sonneneinstrahlung. Die einzelnen O-Atome verbinden sich mit O2-Molekülen und werden zu O3 – also Ozon. Die schützende Ozonschicht in der Stratosphäre wird vor allem durch Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) bedroht, die in Spraydosen, als Kältemittel in Kühlschränken und Klimaanlagen sowie als Lösungsmittel verwendet wurden. In der Stratosphäre spaltet das Chlor Ozonmoleküle. Ein Chloratom kann bis zu 100 000 Ozonmoleküle spalten, ohne sich selber zu binden und schwächt somit die Ozonschicht.

Je weniger Ozon in der Stratosphäre, desto mehr schädliche UVB-–Strahlen treffen auf die Erde, wo sie Pflanzen, Tieren und Menschen schaden. Beim Menschen kann die übermässige Einstrahlung zu Hautkrebs führen. Mit der Unterzeichnung des Montreal-Protokolls 1987 wurde der Beginn des internationalen FCKW-Verbotes eingeleitet. Inzwischen sind die Erfolge des Verbotes deutlich messbar: Der Chlorgehalt in der Stratosphäre nimmt seit der Jahrtausendwende langsam ab.

So entsteht schlechtes Ozon

Das Rezept für die Entstehung von Ozon in Bodennähe besteht aus Stickstoffoxiden, flüchtigen organische Verbindungen (sogenannte Ozon-Vorläufersubstanzen) sowie intensiver Sonnenstrahlung: die Sonnenstrahlung löst einen photochemischen Prozess aus, der diese Ozon-Vorläufersubstanzen mit Luftsauerstoff reagieren lässt und Ozon zum Produkt hat. Ohne Sonneneinstrahlung, d.h. hauptsächlich in der Nacht, sorgen dieselben Vorläufersubstanzen für den Abbau des Ozons. 


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