Suchbereich

Stichwörter von A bis Z

Navigation


  • Français


Aktuelles / Beobachtungsnetz

Aktuell: Tagung am 19. September 2018

19. September: Landwirtschaft 4.0 - Nutzen und Grenzen im Ackerbau

Am Mittwochnachmittag findet eine Tagung zum Thema Landwirtschaft 4.0 am INFORAMA Rütti statt. Mit einer Podiumsdiskussion zum Thema Landwirtschaft 4.0 startet die Veranstaltung, danach können an diversen Posten Maschinen zum Thema Mais häckseln, Bodenbearbeitung und säen besichtigt werden. Die Feldversuche bringen Sie auf den neusten Stand unter anderem zum Thema Untersaat in Raps.

Themen:
  • Inputreferat und Podiumsdiskussion zu Landwirtschaft 4.0
  • Ertragskartierung und Saat mit modernster Technik
  • Traktor-Technik mit GPS

Einblicke in die Themenvielfalt zeigt der Film auf Youtube.

Weitere Informationen können dem Flyer (PDF, 301 KB, 2 Seiten) entnommen werden.

Für die Tagung ist keine Anmeldung notwendig und sie ist kostenlos.

Programm der zweiten Tagung am 19. September 2018

Bild vergrössern Programm der zweiten Tagung am 19. September 2018

Aktuelles vom 13. September 2018
 

Freigabe Erdfloh-Behandlung 

Keine übereilten Behandlungen vornehmen!

Wegen den vielen Erdflohfängen in den Fallen und den zahlreichen Anfragen für Sonderbewilligungen hat die Fachstelle Pflanzenschutz des Kantons Bern entschieden, eine Behandlung zur Bekämpfung des Rapserdflohs im Herbst 2018 freizugeben. Dieses Jahr muss somit nur eine Sonderbewilligung beantragt werden, wenn mehr als eine Behandlung gemacht werden sollte.

Wir empfehlen, die Behandlung erst anfangs bis Mitte Oktober durchzuführen, wenn die meisten Erdflöhe in die Felder eingeflogen sind.

Bedingungen

  • Es ist nur 1 Behandlung ohne Sonderbewilligung erlaubt.
  • Für eine Behandlung muss die Schadschwelle erreicht worden sein:
    - Keimblatt-Stadium: Mehr als 50% der Pflanzen mit Frasstellen bei schlecht entwickelten Beständen.
    - 5-6-Blattstadium (Anfangs-Mitte Oktober): Mehr als 80% der Pflanzen mit mehreren Frasstellen oder mehr als 100 Fänge in 3 Wochen oder mehr als 7 von 10 Pflanzen mit Larven. Das Aufstellen einer Gelbschalenfalle ist daher empfohlen.
  • Die Produkt-Auflagen wie z.B. die Gewässerabstände und Dosierungen sind einzuhalten.
  • Die Freigabe gilt nur für den Kanton Bern und ist auf den 31. Oktober 2018 begrenzt.

Aktuelles vom 10. September 2018 

Jetzt sollte eine Gelbschalenfalle aufgestellt werden, um den Einflug der Erdflöhe zu überwachen. Die Falle wird in die Erde eingegraben und mit einem Stecken markiert, damit sie auch in üppigen Beständen wieder gefunden wird.

Bild vergrössern Jetzt sollte eine Gelbschalenfalle aufgestellt werden, um den Einflug der Erdflöhe zu überwachen. Die Falle wird in die Erde eingegraben und mit einem Stecken markiert, damit sie auch in üppigen Beständen wieder gefunden wird.

Raps – Erdflöhe

Beobachtungen

Der Raps ist zurzeit im Keimblatt bis 1-2-Blatt-Stadium. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Erdfloh-Falle aufzustellen. Es sind bereits an einigen Standorten Erdflöhe in die Raps-Bestände eingeflogen. Die meisten Erdflöhe wurden in Uettligen und Münchenbuchsee (30 bzw. 70 Fallenfänge) gefunden – wahrscheinlich, weil diese zwei Rapsfelder neben der letztjährigen Raps-Parzelle liegen.

Bei den Fallenkontrollen wurden zwischen 0 und 70 Erdflöhe gefunden. Die meisten Erdflöhe wurden auf Parzellen, die neben den letztjährigen Raps-Parzellen liegen, gefunden. Eine Erdfloh-Bekämpfung ist im Keimblatt-Stadium in der Regel nicht nötig.

Bild vergrössern Bei den Fallenkontrollen wurden zwischen 0 und 70 Erdflöhe gefunden. Die meisten Erdflöhe wurden auf Parzellen, die neben den letztjährigen Raps-Parzellen liegen, gefunden. Eine Erdfloh-Bekämpfung ist im Keimblatt-Stadium in der Regel nicht nötig.

Ist eine Bekämpfung nötig?

Im Keimblatt-Stadium machen die Erdflöhe nur Schaden durch Frass. Die Schadschwelle liegt bei 50% der Pflanzen mit mehreren Frasstellen (gilt nur bei schwach entwickelten Beständen). Eine Behandlung lohnt sich also nur, wenn zu befürchten ist, dass der Erdfloh die Bestandesdichte drastisch reduziert. Gut entwickelte Bestände können sich in der Regel vom Erdfloh-Frass gut erholen und bilden rasch erste echte Blätter.
Am wirkungsvollsten werden Erdflöhe erst gegen Mitte Oktober, wenn der Raps das 5-6-Blatt-Stadium erreicht hat, beim Erreichen der Schadschwelle bekämpft.
Eine Übersicht über die Bekämpfung des Rapserdflohs findet sich im Merkblatt Rapserdfloh (PDF, 183 KB, 1 Seite).  

Der Maiszünsler-Schaden ist am Bohrmehl oder umgeknickten Stängel zu erkennen.

Bild vergrössern Der Maiszünsler-Schaden ist am Bohrmehl oder umgeknickten Stängel zu erkennen.

Mais – Maiszünslerbefall und Bekämpfung

Maiszünsler-Befall im 2018

An den meisten Standorten ist der Mais jetzt geerntet. Ende August / Anfangs September wurden auf den Parzellen des Beobachtungsnetzes der Maiszünslerbefall untersucht, in dem an 10 Standorten im Feld 10 Pflanzen ausgezählt wurden.
Der Maiszünsler-Befall lag 2018 an den meisten Standorten zwischen 0 und 5%. Nur in Seedorf überschritt der Befall mit 20% die Schadschwelle. An den meisten Standorten, ausser Seedorf und Gampelen, wurden Trichogramma ausgebracht.

Der Maiszünsler-Befall lag im 2018 an den meisten Standorten zwischen 0 und 5%. Nur in Seedorf war der Befall mit 20% relativ hoch.

Bild vergrössern Der Maiszünsler-Befall lag im 2018 an den meisten Standorten zwischen 0 und 5%. Nur in Seedorf war der Befall mit 20% relativ hoch.

Maiszünsler-Befall im Jahresvergleich

Im Vergleich zu den letzten Jahren liegt der Maiszünsler-Befall in diesem Jahr sehr tief. Warum der Befall dieses Jahr so tief war, kann nur vermutet werden. Möglicherweise haben die Trichogramma und andere Nützlinge dieses Jahr die Maiszünsler gut bekämpft. Durch den grossflächigen Einsatz von Trichogramma dank dem Berner Pflanzenschutzprojekt konnte eine gute Population von Nützlingen aufgebaut werden.

Im Vergleich zu den letzten 8 Jahren war der Maiszünsler-Befall im 2018 sehr gering.

Bild vergrössern Im Vergleich zu den letzten 8 Jahren war der Maiszünsler-Befall im 2018 sehr gering.

Maiszünslerbekämpfung

Um Schäden im Mais in den folgenden Jahren zu vermeiden, ist folgendes wichtig:

  • Maisstoppeln entweder mulchen oder sauber unter pflügen. So kriechen die Larven, welche sich in den Maisstoppeln befinden, im Winter an die Bodenoberfläche und erfrieren dort.
  • Das jährliche, grossflächige Ausbringen von Trichogramma reduziert den Druck der Maiszünsler in der Region.
     

Empfehlungen der letzten Woche 

Im Raps können die Unkräuter mit Herbiziden, aber auch mit Hacken oder Untersaaten (wie im Bild) bekämpft werden.

Bild vergrössern Im Raps können die Unkräuter mit Herbiziden, aber auch mit Hacken oder Untersaaten (wie im Bild) bekämpft werden.

Raps - Unkrautbekämpfung

Herbizide

Diese Woche wurde der erste Raps gesät. Entscheidet man sich bei der Unkrautbekämpfung für einen Herbizid-Einsatz, so erfolgt der Einsatz des Breitband-Produkts kurz nach der Saat (z.B. Nimbus, Gala, Brasan Trio, Colzor Trio, Devrinol Plus) bis maximal 10 Tage nach der Saat (z.B. Devrinol Top). Beim Einsatz dieser Vorauflauf-Herbiziden ist folgendes zu beachten: Sämtliche Produkte beinhalten Wirkstoffe, die über den Boden wirken. Die Wirkung ist also von der Bodenfeuchtigkeit abhängig.

Herbizidfreie Unkrautbekämpfung

Der Einsatz von einer Untersaat setzt voraus, dass einerseits der Unkrautdruck (Kamillen, Storchenschnabel, Klettenlabkraut und Gräser) der Parzelle nicht zu hoch ist. Eine Unkrautkur (v.a. auch zur Beseitigung des Ausfallgetreides) vor der Saat ist zu empfehlen. Zudem muss der Raps mit Untersaat etwas früher gesät werden (zwischen dem 20. und 30. August), damit sich der Raps bis zum Wintereinbruch gut entwickeln kann. 

Nebst dem Einsatz der Untersaat eignet sich der Raps auch für das Hacken. Es wird eine etwas höhere Saatdichte gewählt, um allfällige Verluste durch das Hacken zu kompensieren. Der Hackdurchgang findet im Oktober statt, je nach Gerät im 3-4-Blatt-Stadium des Rapses. 

Versuche haben auch gezeigt, dass man die Unkraut-Bekämpfung auch gleich gänzlich weglassen kann, da der Raps den Boden sehr schnell abdeckt und sich (bei wenig Unkrautdruck) gut etablieren kann. Dies erfordert jedoch eine gute Kenntnis der Parzelle und deren Unkrautdruck. Korrekturbehandlungen im Nachauflauf haben oft Wirkungslücken.

Für den Herbizid-Verzicht können bei den REB (Mulchsaat + Herbizid-Verzicht = 550.-) oder im Berner Pflanzenschutzprojekt (Pflug + Herbizid-Verzicht = 400.-) Beiträge abgeholt werden. 

Kartoffeln - Probegrabungen und Versuchsresultate

Probegrabungen

Am 21. und am 22. August wurden im Beobachtungsnetz Probegrabungen durchgeführt. Es wurden an drei Stellen im Feld je drei Pflanzen ausgegraben und deren Knollen gewogen, sortiert und ausgezählt. Der Ertrag befand sich im Bereich von 366 bis 545 dt/ha. Bei einigen untersuchten Feldern war das Kraut zum Zeitpunkt der Bonitur noch nicht vernichtet. Trotz Trockenheit sind an einigen Standorten die Erträge gut.

Resultate der Probegrabungen 2018. Trotz Trockenheit sind an einigen Standorten die Erträge gut.

Bild vergrössern Resultate der Probegrabungen 2018. Trotz Trockenheit sind an einigen Standorten die Erträge gut.

PhytoPRE-Versuch

Im PhytoPRE-Versuch wird erhoben, auf welchen Sorten die Krautfäule und Alternaria zuerst auftritt. Zudem werden nach der Ernte die Knollen auf Krankheiten untersucht. Während der ganzen Saison 2018 wurde kein einziges Blatt mit Krautfäule-Befall entdeckt. Der Alternaria Befall entwickelte sich je nach Sorte unterschiedlich. Ab dem 24. Juli nahm der Befall stark zu. Die Sorten Ditta, Passion, Figaro, Lady Anne und Sarpo Mira waren am längsten grün.

Verlauf des Alternaria-Befalls [% Befall] der verschiedenen Sorten im PhytoPRE Versuch dieses Jahres. Ab dem 24. Juli nahm der Befall auf allen Sorten stark zu.

Verlauf des Alternaria-Befalls [% Befall] der verschiedenen Sorten im PhytoPRE Versuch dieses Jahres. Ab dem 24. Juli nahm der Befall auf allen Sorten stark zu.

Verglichen mit den letzten Jahren, zeigt der Alternaria Befall in diesem Jahr einen mittleren Befall. Ab dem 24. Juli wurde mehr als 10% Alternaria gefunden. Der Befall erhöhte sich dann im Verlauf des Juli auf fast 20%. Im Jahr 2016 war der Befall mit einem Wert von 50% um einiges höher.

Jahresvergleich des Verlaufs des Alternaria Befalls im PhytoPRE Versuch. Dieses Jahr war der Alternaria-Befall mittel.

Bild vergrössern Jahresvergleich des Verlaufs des Alternaria Befalls im PhytoPRE Versuch. Dieses Jahr war der Alternaria-Befall mittel.

Auch die Krautfäule wurde wöchentlich bonitiert im Versuch. Im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren, konnte dieses Jahr kein Befall festgestellt werden.

Verlauf des Krautfäulebefalls für die Jahre 2015, 2016, 2017 und 2018. Nur im 2018 konnte kein einziges Blatt mit Befall festgestellt werden.

Bild vergrössern Verlauf des Krautfäulebefalls für die Jahre 2015, 2016, 2017 und 2018. Nur im 2018 konnte kein einziges Blatt mit Befall festgestellt werden.


Weitere Informationen

Am 19. September findet die zweite Tagung zum Thema Pflanzenschutz und Landwirtschaft 4.0 statt.

 


Mein Warenkorb ([BASKETITEMCOUNT])

Informationen über diesen Webauftritt

https://www.vol.be.ch/vol/de/index/landwirtschaft/landwirtschaft/pflanzenschutz/ps-info.html