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Aktuelles vom 10.7.2018

Zuckerrüben: Rübenmotte und Cercospora

Zuckerrüben mit Rübenmotten-Befall. Die Insektizid-Behandlung der Rübenmotte hat nur einen Wirkungsgrad von 20-30%, daher wird von einer Behandlung abgeraten.

Bild vergrössern Zuckerrüben mit Rübenmotten-Befall. Die Insektizid-Behandlung der Rübenmotte hat nur einen Wirkungsgrad von 20-30%, daher wird von einer Behandlung abgeraten.

Beschreibung der Rübenmotte

Die Raupen der Rübenmotte fressen ab Mitte Mai Gänge in die Blattstiele und den Rübenkopf. Diese Stellen werden schwarz, vertrocknen und verfaulen. Die Symptome sind ähnlich wie bei Bormangel.
Trockenwarme Witterung (zunehmend bei Klimaveränderung) fördert, Beregnung ab Befallsbeginn mindert den Befall. In der Schweiz ist ein Pyrethroid bewilligt (starkes Nützlingsgift). (Aus: Häni et al. 2018, Pflanzenschutz im nachhaltigen Ackerbau)

Behandlung

Die Rübenmotte macht nur bei heisser und trockener Witterung Schaden, ein Regenguss wirkt wie ein Insektizid (oder sogar besser).
Der Wirkungsgrad des Insektizids (Produkt „Karate Zeon“, sonderbewilligungspflichtig) zur Behandlung der Rübenmotten ist sehr gering, er liegt bei etwa 20-30%, sofern man zum richtigen Zeitpunkt gespritzt hat. Pyrethroide wirken nur bei niedrigen Temperaturen (das Optimum liegt bei 15°C, das Maximum bei 25°C). Bei zu hohen Temperaturen wird der Wirkstoff abgebaut, bevor er überhaupt wirken kann.

Fazit

Wegen dem geringen Wirkungsgrad und der Temperaturabhängigkeit des Insektizids raten wir vor einer Behandlung ab.

Cercospora

In den meisten Rübenfeldern sind Cercospora- Blattflecken vorhanden. Ab Befallsbeginn sollte ein Fungizid gespritzt werden. Nebst den herkömmlichen Fungiziden ist seit diesem Jahr ein Kupfermittel (Funguran Flow, Omya) gegen Blattflecken in den Zuckerrüben erlaubt. Dieses kann als Beimischung zu einem herkömmlichen Fungizid den Schutz erhöhen. Beachten Sie dazu die Empfehlungen der Firma. Bei einem Einsatz von Kupferpräparaten beträgt die Wartefrist zwischen den Spritzungen 2 Wochen und das Laub der behandelten Rüben darf nicht an Tiere verfüttert werden. Pro Jahr sind maximal 4 kg Kupfer-Metall je Hektar erlaubt.

Kartoffeln: Alternaria, Krautfäule und Blattläuse beobachten

Alternaria auf älteren Blätter.

Bild vergrössern Alternaria auf älteren Blätter.

Diese Woche wurden in fast allen Parzellen Alternaria-Blattflecken gefunden. In den meisten Parzellen ist nun eine Behandlung nötig. Eine gute Wirkung gegen die Dürrfleckenkrankheit zeigen Mittel wie Signum oder solche mit dem Wirkstoff Difenoconazol (Sico, Slick oder Bogard). Da diese Mittel nur gegen Alternaria wirken, sollten sie bei der Krautfäule-Behandlung beigemischt werden.

Alternaria tritt zuerst auf älteren Blättern/Pflanzen auf und wird durch Regenfälle, welche auf eine Trockenperiode folgen, begünstigt. Deshalb sollte im jetzigen Zeitpunkt und vor allem nach Niederschlägen ein besonderes Augenmerk auf die Dürrfleckenkrankheit gelegt werden.

Alternaria wurde an fast allen Standorten gefunden. An einem Standort sind die Blattläuse auf einem kritischen Niveau.

Bild vergrössern Alternaria wurde an fast allen Standorten gefunden. An einem Standort sind die Blattläuse auf einem kritischen Niveau.

Krautfäule weiterhin beachten

Wegen der trockenen Witterung in den folgenden Tagen sinkt das Krautfäule-Risiko. Die Krautfäule ist aber immer noch aktiv und Krautfäule-Infektionen könnten in dieser Woche sichtbar werden. Daher sollten die Kartoffelfelder ab und zu überprüft werden und die Behandlung muss trotzdem erfolgen, wenn auch in etwas grösseren Abständen. Zur allgemeinen Situation sind auf www.phytopre.ch Informationen aufgeschaltet.

Blattläuse verursachen in den seltensten Fällen grosse Schäden. Eine Behandlung ist nur angebracht, wenn die Schadschwelle überschritten ist (> 10 Blattläuse pro Fiederblatt) und zudem die Kartoffeln unter der Trockenheit leiden.

Bild vergrössern Blattläuse verursachen in den seltensten Fällen grosse Schäden. Eine Behandlung ist nur angebracht, wenn die Schadschwelle überschritten ist (> 10 Blattläuse pro Fiederblatt) und zudem die Kartoffeln unter der Trockenheit leiden.

Blattläuse vereinzelt vorhanden

Trotz der warmen Witterung wurden bisher nur in einer Kartoffel-Parzelle (Gerzensee, früh gesetzt) viele Blattläuse gefunden. Blattläuse müssen nur in den seltensten Fällen behandelt werden. Im Normalfall verursachen die Blattläuse in Speisekartoffeln kaum Schäden, da sie nicht am Blatt fressen wie beispielsweise die Kartoffelkäfer. Zudem eliminiert eine Behandlung sämtliche Nützlinge wie auch die Fressgrundlage der Nützlinge (Blattläuse). Eine Behandlung könnte nur dann nötig sein, wenn die Schadschwelle überschritten ist (> 10 Blattläuse pro Fiederblatt) und zudem die Kartoffeln unter der Trockenheit leiden.

Empfehlungen der letzten Woche 

Weizen: Fusarien

Letzte Woche wurde der Fusarien-Befall in den Weizenparzellen ausgezählt. Der Befall ist in den meisten Fällen mittel und befindet sich auf einem durchschnittlichen Niveau. Der höchste Befall wurde in Wengi auf einer Parzelle mit Vorkultur Mais gefunden.

Die Resultate der Fusarien-Auszählung in den Ähren.

Bild vergrössern Die Resultate der Fusarien-Auszählung in den Ähren.

Der Fusarien Befall dieses Jahres zeigt einen durchschnittlichen bis leicht erhöhten Befall verglichen mit den letzten 8 Jahren. Die Grafik zeigt das Minimum / Maximum, sowie den Bereich mit den meisten Werten (breiter Teil des Balkens)

Bild vergrössern Der Fusarien Befall dieses Jahres zeigt einen durchschnittlichen bis leicht erhöhten Befall verglichen mit den letzten 8 Jahren. Die Grafik zeigt das Minimum / Maximum, sowie den Bereich mit den meisten Werten (breiter Teil des Balkens)


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