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Aktuelles / Beobachtungsnetz

Aktuelle Beobachtungen und Empfehlungen (13. November 2019)

Hinweis

Informationen zum Rimi 101 (Zuckerrüben)

Der Wirkstoff Chlorpyrifos wurde zurückgezogen. Die meisten Produkte mit diesem Wirkstoff dürfen ab sofort nicht mehr eingesetzt werden. Eine Ausnahme ist Rimi 101, dieses darf im Jahr 2020 zum letzten Mal eingesetzt werden (Aufbrauchsfrist 30.6.2020).

Informationen zum Ephosin (Kartoffeln)

Wegen der gezielten Überprüfung läuft die Bewilligung für das Ephosin (Wirkstoff: Chlorpyrifos) aus.

Ausverkaufsfrist: 28.05.2020

Aufbrauchsfrist: 28.05.2021

Auch für das 2020 und 2021 muss ein Sonderbewilligungsformular ausgefüllt werden. Dieses wird anfangs 2020 in der Rubrik "Sonderbewilligungen" aufgeschaltet.

Raps - Erdfloh

Auswertung der Larven

Die Schadschwelle der Anzahl Larven (7 von 10 Pflanzen mit einer Larve) wurde bei 6 von 11 Standorten des Beobachtungsnetzes erreicht. An den Standorten Wangen an der Aare wurden sogar 46 und in Ersigen 55 Larven ausgezählt. 
Eine hohe Anzahl Larve in den Pflanzen heisst nicht zwingend, dass es Auswinterungssschäden geben muss. Je nach Witterung im Winter kann die Entwicklung der Larven gestört werden und sie absterben lassen. Ein kalter Winter und starke Schwankungen zwischen wärmeren und sehr kühlen Tagen dezimiert die Anzahl Larven.

Zur Erhebung der Erdfloh-Larven wurden Mitte-Ende Oktober 10 Pflanzen auf ein Gitter über eine Gelbschale mit Seifenwasser gelegt und nach 7 bis 10 Tagen ausgezählt. Erdflohlarven haben einen schwarzen Kopf und ein schwarzes Hinterteil.

Bild vergrössern Zur Erhebung der Erdfloh-Larven wurden Mitte-Ende Oktober 10 Pflanzen auf ein Gitter über eine Gelbschale mit Seifenwasser gelegt und nach 7 bis 10 Tagen ausgezählt. Erdflohlarven haben einen schwarzen Kopf und ein schwarzes Hinterteil.

Bei 6 von 11 Standorten wurden Mitte-Ende Oktober mehr als 7 Larven pro 10 Pflanzen gefunden. Ob die Larven im Winter überleben und es Auswinterungsschäden geben kann, kommt auf die Witterung an.

Bild vergrössern Bei 6 von 11 Standorten wurden Mitte-Ende Oktober mehr als 7 Larven pro 10 Pflanzen gefunden. Ob die Larven im Winter überleben und es Auswinterungsschäden geben kann, kommt auf die Witterung an.

Rückblick

Im Vergleich zu den letzten fünf Jahren wurden 2018 und 2019 viele Erdflöhe in den Gelbschalen gefunden.
Im September 2019 war der Einflug jedoch niedriger als 2018. Die hohe Anzahl gefangener Erdflöhe ist auf das warme Wetter zurückzuführen. Dank des Regens und der kühlen Witterung Mitte Oktober in 2019 ist deren Anzahl zurückgegangen.

In 2018 und 2019 wurden mehr Erdflöhe ausgezählt als in den anderen Jahren. Die warme Witterung anfangs Herbst förderte den Befall in beiden Jahren.

Bild vergrössern In 2018 und 2019 wurden mehr Erdflöhe ausgezählt als in den anderen Jahren. Die warme Witterung anfangs Herbst förderte den Befall in beiden Jahren.

Arbeiten im November

Die Spritze muss auf einem geeignetem Waschplatz gereinigt werden.

Bild vergrössern Die Spritze muss auf einem geeignetem Waschplatz gereinigt werden.

Winterbehandlungsverbot

Vom 1. November bis am 15. Februar ist im ÖLN der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln untersagt. In begründeten Ausnahmefällen und guten Wetterbedingungen kann eine Sonderbewilligung ausgestellt werden.

Spritze einwintern

Vor dem Einwintern sollte die Feldspritze gut innen und aussen gereinigt werden, am besten mit Hochdruckreiniger oder Bürste. Für die Innenreinigung können spezielle Reinigungsmittel verwendet werden, wichtig ist, dass allfällige Ablagerungen entfernt werden. Damit die Spritze ohne Schaden durch den Winter kommt, sollte sie entweder in einem frostsicheren Raum überwintert werden oder man kann das Gerät mit Frostschutzmittel schützen.

Die Spritzenreinigung sollte auf einem dichten Platz mit Anschluss an eine Gülle-Grube oder Rückhaltetank gemacht werden. 

Wichtig ist, dass die Spritze NICHT auf einem Platz gereinigt wird, der in ein Oberflächengewässer oder in die Kanalisation entwässert wird.

Erfüllt mein Füll- und Waschplatz die Kriterien?

In den nächsten 2-3 Jahren wird im Kanton Bern neu die Gewässerschutzsituation im Rahmen der ÖLN-Kontrolle überprüft. Bei der Überprüfung wird ein wichtiger Punkt der Füll- und Waschplatz sein. 

Dabei muss die Spritze auf einem dichten Platz (keine Risse) sowohl befüllt als auch gewaschen werden. Dieser Platz muss in die Güllegrube oder einen Rückhaltetank entwässert werden. Bei einem Missgeschick oder Unfall bei der Arbeit mit der Spritze dürfen keine unverdünnten Pflanzenschutzmittel in die Kanalisation, ins Gewässer, in eine Sickergrube oder auf die Erde gelangen. Nur zur Befüllung eignet sich auch ein dichter, überdachter, abflussloser Platz. Es kann auch eine mobile Befüllstation oder einer angepassten Auffangwange zur Befüllung verwendet werden.

Das Berner Pflanzenschutzprojekt unterstützt den Bau eines Füll- und Waschplatz mit maximal 80%. Vor der Realisierung müssen das Gesuchsformular und die Offerten bei der Fachstelle Pflanzenschutz einegereicht werden. Bei Fragen wird eine kostenlose Beratung von Thomas Steiner (thomas.steiner@be.ch) angeboten.

Siehe auch: Spritzenfüll- und Waschplatz.

Empfehlungen der letzten Woche

Hirsen im Futterbau

Infolge des heissen und trockenen Sommers sind dieses Jahr in Wiesen und Weiden vermehrt Hirsen aufgetreten. Hirsen sind als Ungräser vor allem im Mais und in den Zuckerrüben bekannt, können sich jedoch in Wiesen und Weiden in Bestandeslücken etablieren.

Im Futterbau haben Hirsen folgende Nachteile:

  • Die verschiedenen Hirsenarten haben einen sehr tiefen Futterwert und werden von den Tieren kaum gefressen. Im Stall werden sie aussortiert und verursachen Krippenresten.

  • In Dürrfutter können die Borsten der Borstenhirse wie kleine Nadeln wirken. Diese können die Mundhöhle, den Gaumen und die Zunge der Tiere verletzen. Bestände mit viel Borstenhirse werden daher besser siliert. 

Die Borstenhirse wachsen vor allem auf Wiesen. Ein höherer Schnitt von 8-10cm lässt die guten Futtergräser schneller nachwachsen und der Boden erwärmt sich weniger schnell.

Bild vergrössern Die Borstenhirse wachsen vor allem auf Wiesen. Ein höherer Schnitt von 8-10cm lässt die guten Futtergräser schneller nachwachsen und der Boden erwärmt sich weniger schnell.

Für die Bekämpfung von Hirsen in Wiesen und Weiden sind keine Herbizide zugelassen, daher müssen andere Massnahmen ergriffen werden. Auskunft darüber gibt das neue Merkblatt (PDF, 505 KB, 2 Seiten).

Totalherbizid richtig einsetzen

Im Herbst können Wiesen mit geringerem Totalherbizidaufwand abgespritzt werden als im Frühjahr. Detaillierte Auskunft gibt das Merkblatt "Glyhposat im Acker- und Futterbau" (PDF, 2 MB, 4 Seiten).

Im Folgenden die wichtigsten Punkte:

  • Wassermenge tief halten (max 200l / ha)
  • Möglichst kurz nach dem Mähen oder ca. 14 Tage nach dem Mähen behandeln
  • Bei wüchsigem Wetter behandeln
  • Als Wirkungsverbesserung kann Ammonsulfat (vor dem Totalherbizd zur Spritzbrühe geben) beigemischt werden

Alternativen bietet der Glyphomulch oder andere Systeme zum mechanischen Vernichten des Pflanzenbestandes (Erosionsrisiko beachten).


Weitere Informationen

 


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Informationen über diesen Webauftritt

https://www.vol.be.ch/vol/de/index/landwirtschaft/landwirtschaft/pflanzenschutz/ps-info.html