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Messwerte Bodenfeuchte

Je trockener der Boden, umso kleiner ist der Anteil der mit Wasser gefüllten Poren. Mit abnehmendem Wassergehalt nehmen Stabilität und Tragfähigkeit des Bodens zu. Beim Abtrocknen des Bodens steigt die Saugspannung an; diese wird mit Hilfe poröser Keramikzellen an Tensiometern gemessen (siehe Bild unten). Die gemessene Saugspannung gibt Auskunft über die Bodenfeuchte.

Mit fünf Tensiometern wird auf einer Wiese die Bodenfeuchtigkeit gemessen.

Manuelle Saugspannungs- und Niederschlagsmessung an einem Standort der Kantonalen Bodenbeobachtung (KABO)

Seit 1996 betreibt der Kanton Bern ein Netz, um die Bodenfeuchte in verschiedenen Regionen abzuschätzen. Bis 2017 wurden dazu an sechs Standorten wöchentlich dreimal die Saugspannungswerte auf einer langjährigen Naturwiese und einer nahe gelegenen Ackerfläche gemessen. Der Standort Zollikofen wurde durch Saugspannungswerte eines langjährigen Direktsaatsystems ergänzt. Die Saugspannungswerte repräsentieren die Bodenfeuchtigkeit in einer Tiefe von 35 cm. Damit können indirekt Rückschlüsse über die Befahrbarkeit des Bodens gezogen werden. An allen Standorten wurden zusätzlich die Niederschlagswerte erfasst.
Ab 2017 wurden die manuellen Messstationen sukzessiv durch automatische Stationen ersetzt, die kontinuierliche Messwerte liefern und auf bodenmessnetz.ch ersichtlich sind. Dabei werden neben der Saugspannung im Ober- und Unterboden auch Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur und Niederschlag erfasst. Um die Werte schweizweit vergleichbar zu machen, wurden die Standorte auf Naturwiesen angelegt, die in der Regel normal durchlässige Böden aufweisen.

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