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Auszeichnung für besondere Leistungen bei Gewässerrevitalisierungen Der «Grüne Baggerführer 2018» heisst Christian Rieder

2. November 2018 – Medienmitteilung

Die Auszeichnung «Grüner Baggerführer» des kantonalen Renaturierungsfonds geht dieses Jahr an Christian Rieder von der Ghelma AG in Meiringen. Im Sytenwald in Meiringen hat er mit seinem Team den Hüsenbach neu verlegt und damit eine Auenlandschaft von nationaler Bedeutung mitgestaltet.

Ausgelöst wurde das Projekt «Aufwertung Hüsenbach / Sytenwald» als ökologische Ersatzmassnahme für die Konzessionserneuerung des Meiringer Alpenenergie-Wasserkraftwerks. Daraus entwickelte sich ein umfassendes und komplexes Auenrevitalisierungsprojekt, welches 2017 und 2018 umgesetzt wurde. Dessen Herzstück ist die Verlängerung des von der Funtenen-Quelle gespeisten Hüsenbachs um 1250 Meter.

Baumaschinenführer mit langjähriger Erfahrung

Massgeblich für die sorgfältige Ausführung der Bauarbeiten verantwortlich war der Baumaschinenführer Christian Rieder von der Firma Ghelma AG Baubetriebe. Der 51-jährige Meiringer besitzt als Baggerführer langjährige Erfahrung im Wasserbau. Für seine Leistungen beim Projekt Sytenwald wird er vom kantonalen Renaturierungsfonds mit der Auszeichnung «Grüner Baggerführer 2018» geehrt. Im Zentrum der Arbeiten von Christian Rieder und seinem Team stand die Verlegung des Hüsenbachs: Neu wird er mit einer Ausleitung in den Sytenwald geführt. In einer neuen Mündung fliesst der Hüsenbach wieder zurück in die Aare. Bei hohem Wasserstand wird das Auegebiet gezielt überflutet, zu viel Wasser wird wieder in den alten Bachlauf abgeleitet

Mehrwert für Flora, Fauna und den Menschen

Die temporären Überflutungen geben dem Lebensraum seinen ursprünglichen Charakter zurück und steigern die Lebensraumqualität vieler Tier- und Pflanzenarten. So findet beispielsweise die Seeforelle mehr kiesreiche Stellen, um zu laichen. Zudem ist der neu gestaltete Hüsenbach dank der vielen Strukturen wie Wurzeln und Totholz ein sehr gutes Jungfischhabitat. Die kleinen Fische finden Versteckmöglichkeiten, um sich vor Fressfeinden zu schützen.

Ebenfalls mit Wurzelstöcken, Kies und Steinen aufgewertet wurde das Gerinne des alten Hüsenbachs. Es dient als Kinderstube für weitere Wasserlebewesen. So ist das Projektgebiet ein äusserst artenreicher Amphibienstandort und Lebensraum einer grossen Gelbbauchunkenpopulation. Speziell angelegte, besonnte Teiche bieten den Gelbbauchunken geschützte Laich- und Aufwuchsgewässer, bevor sie sich wieder in den Auenwald zurückziehen können.

Nicht zuletzt profitiert auch die Bevölkerung: Die umgesetzten Massnahmen sorgen für einen besseren Hochwasserschutz für den Bahnverkehr und die Umgebung. Zudem erhält die Bevölkerung entlang des renaturierten Hüsenbachs ein attraktives Naherholungsgebiet. Erste Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern anlässlich der Eröffnungsfeier Anfang September waren sehr positiv.

Die Projektarbeiten dauerten von November 2017 bis September 2018 und kosteten 2,4 Millionen Franken. Getragen wurden die Kosten durch Beiträge von Bund und Kanton, der Schwellenkorporation Meiringen, des kantonalen Renaturierungsfonds, der Alpen Energie und der BKW (Ersatzleistungen). Ausgeführt hat die Arbeiten eine Arbeitsgemeinschaft von Kohler Bau AG und Ghelma AG.

Für weitere Informationen: www.be.ch/renf

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