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Bio-Offensive in der Bernischen Landwirtschaft 67 neue Bio-Betriebe seit Anfang Jahr

1. Februar 2018 – Medienmitteilung

Die Berner Bio-Offensive ist auf Kurs: Auf den 1. Januar 2018 haben 67 Betriebe auf biologische Bewirtschaftung umgestellt. Die Hälfte davon sind Ackerbaubetriebe. Seit dem Start der Bio-Offensive 2016 produzieren 165 Betriebe neu biologisch. Ziel ist, dass von 2016 bis 2020 jedes Jahr 50 Betriebe auf Bio-Produktion umstellen.

«Die Berner Landwirtschaft soll sich Richtung Nachhaltigkeit weiterentwickeln», sagt Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann. Er freut sich, dass das Ziel der Bio-Offensive – jährlich 50 neue Bio-Betriebe – im laufenden Jahr übertroffen wird. 67 Betriebe haben Anfang 2018 auf biologische Bewirtschaftung umgestellt. «Der Absatz von Bio-Produkten steigt in der Schweiz seit vielen Jahren. Die inländische Produktion wird der Nachfrage nicht gerecht, es muss mehr importiert werden. Diese Marktchance soll die Berner Landwirtschaft besser nutzen», sagt der Volkswirtschaftsdirektor. «Die Bio-Produktion ermöglicht der Berner Landwirtschaft, ihre Wertschöpfung zu steigern.»

Seit Beginn der Bio-Offensive im Frühling 2016 haben 165 Betriebe ihre Bewirtschaftung auf biologische Produktion umgestellt. Von den 67 Betrieben, die Anfang 2018 umgestellt haben, sind rund die Hälfte Ackerbaubetriebe. Auch beim zweiten Ziel der Bio-Offensive – 2000 Hektaren mehr biologisch bewirtschaftete Ackerfläche bis 2020 – sieht es gut aus: 1042 Hektaren Ackerfläche und Spezialkulturen werden nach zwei Jahren Projektzeit zusätzlich biologisch bewirtschaftet. Die zusätzliche Fläche für 2018 ist noch nicht erhoben.

Biospezifische Aus- und Weiterbildung ist gefragt

Ernst Flückiger, Leiter Beratung am INFORAMA, ist zuversichtlich, dass die Ziele der Bio-Offensive erreicht werden. «Die Nachfrage nach Aus- und Weiterbildung im Bio-Landbau beim INFORAMA steigt.» 36 Lernende absolvierten 2017 das dritte Lehrjahr in einem speziell auf Bio-Landwirtschaft ausgerichteten Lehrgang – eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr mit 27 Lernenden. Auch bei der beruflichen Weiterbildung und Beratung stellt Ernst Flückiger eine steigende Nachfrage fest: Die Zahl der Arbeitskreise verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr von vier auf acht, die Zahl der Umstellungsberatungen von 27 auf 53.

Breite Trägerschaft

Die Volkswirtschaftsdirektion hat die Bio-Offensive 2016 gestartet. Um das Ziel zu erreichen, die biologisch bewirtschaftete Ackerfläche bis im Jahr 2020 um 2000 Hektaren zu vergrössern, braucht es 200 neue Bio-Betriebe – 50 Betriebe pro Jahr. Die Bio-Offensive hat eine breite Trägerschaft bestehend aus dem Amt für Landwirtschaft und Natur, den  Bärner Bio Bure, dem Berner Bauern Verband, Bio Suisse und der Berner Fachhochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL).

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