Konjunkturpolitik

Weichen für die Zukunft stellen
Die Wirtschaftsentwicklung verläuft nicht gleichförmig. Phasen des stetigen Aufschwungs werden abgelöst von Phasen, in denen die Konjunktur schwächer wird oder gar in eine Rezession gerät. Der Kanton Bern reagiert dank seiner Branchenstruktur weniger stark auf die konjunkturelle Entwicklung als die Gesamtschweiz: Im Aufschwung wächst die Wirtschaft im Kanton Bern weniger stark, dafür fallen der Abschwung und die Arbeitslosenrate geringer aus. Für die einzelnen Branchen ergeben sich aber grundsätzlich keine Unterschiede zur gesamtschweizerischen Entwicklung.
Konjunkturpolitische Möglichkeiten der öffentlichen Hand
Konjunkturpolitik ist in erster Linie eine Aufgabe des Bundes. Selbst auf der schweizerischen Ebene lassen sich die Massnahmen in unserem stark exportorientierten Land nicht eingrenzen. Umgekehrt profitiert die Schweiz von konjunkturpolitischen Massnahmen, die andere Staaten ergreifen. Die öffentliche Hand hat folgende Möglichkeiten:
- Kurzfristig wirkt die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB).
- Kurz- und mittelfristig beeinflusst die Finanzpolitik von Bund und Kantonen die Konjunktur sowohl über die Einnahmen als auch über die Ausgaben.
- Langfristig ausgelegt ist die Wachstumspolitik von Bund und Kantonen.
- Die Arbeitslosenversicherung wirkt als automatischer Stabilisator, indem sie bei schlechter Wirtschaftslage ihre Ausgaben steigert und Schulden machen kann, die über den Konjunkturzyklus hinweg wieder kompensiert werden. Die Unterstützung gelangt via Taggelder direkt an die betroffenen Personen.
Der Regierungsrat des Kantons Bern verfolgt die Wirtschaftslage und nimmt regelmässig Standortbestimmungen vor. Konjunkturpolitische Massnahmen des Kantons sind sinnvoll, wenn sie die Stabilitätspolitik des Bundes ergänzen, eine Wirkung auf die Beschäftigung haben und eine stabile, nachhaltige Finanzpolitik nicht gefährden.
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