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Schadorganismen

Asiatischer Laubholzbockkäfer (Foto: Stadt Winterthur)

Bild vergrössern Asiatischer Laubholzbockkäfer (Foto: Stadt Winterthur)

Schädliche Organismen siedeln sich auch im Berner Wald an. Insbesondere gebietsfremde Arten – Pflanzen, Tiere, Pilze und Mikroorganismen (Bakterien) – können problematisch werden. Mangels natürlicher Konkurrenz breiten sie sich rasch aus und gefährden Menschen sowie Natur erheblich. Für Fragen im Umgang mit Schadorganismen sind die Revierförster zuständig.

Zwei Typen von Schadorganismen lassen sich unterscheiden: 

  • Die besonders gefährlichen Schadorganismen sind sogenannte Quarantäneorganismen. Sie sind gebietsfremd und können einen grossen Schaden im Wald anrichten. Sie kommen in der Schweiz noch nicht oder nur lokal vor. Für diese Schadorganismen besteht eine Meldepflicht. Beispiele für Quarantäneorganismen sind der Asiatische Laubholzbockkäfer sowie die Rotband- und die Braunfleckenkrankheit.
  • Nebst den besonders gefährlichen Schadorganismen gibt es weitere Schädlinge, die den Wald bedrohen können. Dies sind entweder einheimische Arten oder solche, die zwar gebietsfremd sind, jedoch bereits so weit verbreitet sind, dass nur noch eine Eindämmung möglich ist. Beispiele für gefährliche Schadorganismen sind der Buchdrucker (einheimische Borkenkäferart) oder die Eschenwelke (gebietsfremde Pilzerkrankung).

 

Der Wald im Kanton Bern ist unter anderem von folgenden Schadorganismen betroffen: 

Eschentriebsterben (auch: Eschenwelke)

Im Kanton Bern sind zahlreiche Eschen vom Eschentriebsterben betroffen. Beim Verursacher handelt es sich um einen Pilz, der aus Ostasien in die Schweiz eingeschleppt wurde und sich in den letzten Jahren rasch ausgebreitet hat. Die Pilzerkrankung führt dazu, dass Pflanzenteile oberhalb des Befalls welken und absterben. Dort, wo die abgestorbenen Teile eine Gefahr darstellen (z.B. über einer eingerichteten Feuerstelle), sollten sie entfernt werden. Im Berner Wald ist die Krankheit so weit verbreitet, dass sie nicht mehr aufgehalten werden kann.

Buchdrucker

Die einheimische Borkenkäfer-Art der Buchdrucker ist im Wald immer vorhanden. Jedes Jahr werden einzelne, geschwächte Bäume befallen. Erst wenn sich die Lebensbedingungen der Käfer stark verbessern, können sie sich explosionsartig vermehren und auch gesunde Bäume befallen.

Hinweis

Durch rechtzeitiges und gezieltes Aufräumen von Sturmholz und Käferbäumen wird das Ausmass der Folgeschäden reduziert.

Rotband- und Braunfleckenkrankheit

Von der Rotbandkrankheit befallene Föhre (Foto: A. Angst, WSL)

Bild vergrössern Von der Rotbandkrankheit befallene Föhre (Foto: A. Angst, WSL)

Die Rotband- sowie die Braunfleckenkrankheit werden durch einen Pilz verursacht. Die Pilzerkrankungen sind besonders gefährliche Schadorganismen und befallen primär die Föhre. Ein Befall ist an verschiedenen Orten im Kanton Bern bestätigt. Die Krankheiten sind oft auch in Privatgärten und Parkanlagen anzutreffen, da dort häufig Föhren gepflanzt werden. Gebietsweise ist der Befall so weit fortgeschritten, dass eine flächendeckende Tilgung nicht mehr möglich ist.

Dies ist insofern kritisch, da die Rotband- und die Braunfleckenkrankheit bei hohem Sporendruck auch die Fichte befallen können. Momentan wird ein Bekämpfungskonzept für den ganzen Kanton erarbeitet.

Mehr zum Thema

  • Eine Zusammenstellung der gebietsfremden invasiven Tieren (Neozoen) und Pflanzen (Neophyten) finden Sie bei der Abteilung Naturförderung des Amts für Landwirtschaft und Natur:

Weitere Informationen



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