Waldreservate, Alt- und Totholzinseln
Die natürliche Entwicklung des Waldes soll mit Waldreservaten sowie Alt- und Totholzflächen gefördert werden. Der Kanton Bern möchte zusammen mit den Waldeigentümerinnen und Waldeigentümern rund 1100 Hektaren solcher Flächen schaffen.
Waldreservate

In Waldreservaten finden viele Pilze einen geeigneten Lebensraum.
Seit dem Sturm „Lothar“ sind im Kanton Bern zahlreiche Waldreservate gegründet worden. Sie umfassen insgesamt 2'995 Hektaren. Weitere 1'685 Hektaren Wald sind über die Bundesinventare der Auen, Flach- und Hochmoore geschützt.
Der Kanton Bern möchte zusammen mit den Waldeigentümerinnen und Waldeigentümern rund 1’050 Hektaren Waldreservate schaffen.
Eine Reservatsgründung verfolgt mindestens eines der folgenden Ziele:
Erhalten und fördern von
- seltenen Waldgesellschaften,
- bedrohten Pflanzen- und Tierarten sowie deren Lebensräumen,
- natürlichen Abläufen,
- typisch ausgebildeten, verbreiteten Waldgesellschaften,
- besonderen forstlichen Bewirtschaftungsformen,
- waldbaulicher und naturwissenschaftlicher Forschung sowie
Umweltbeobachtung.
Alt- und Totholzinseln
Wo alte und abgestorbene Bäume der natürlichen Entwicklung überlassen werden, finden Tausende Käfer- und Pilzarten wertvolle Lebensräume.

Alt- und Totholz bietet unzähligen Arten einen Lebensraum.
Im Berner Wald gibt es seit dem Sturm „Lothar“ und den darauf folgenden Käferjahren viel Totholz. Die regionalen Unterschiede sind jedoch gross: Im Mittelland ist der Totholzanteil am kleinsten, weshalb insbesondere dort neue Alt- und Totholzinseln geschaffen werden sollen. Der Kanton Bern möchte zusammen mit den Waldeigentümerinnen und Waldeigentümern 50 Hektaren Alt- und Totholzinseln vertraglich sichern.
Hinweis
Praktische Informationen zur Schaffung von Alt- und Totholzinseln finden Sie im Flyer
Alt- und Totholzinseln schaffen (PDF, 513 KB, 2 Seiten).
Weitere Informationen
Kontakt
Amt für Wald KAWA
Laupenstrasse 22
3011 Bern
Tel. 031 633 50 20
Fax 031 633 50 18
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