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Tierschutzkontrollen

Wer in irgendeiner Form mit Tieren umgeht, ist dafür verantwortlich, dass die Tierschutz-Vorschriften eingehalten werden. Dazu gehören unter anderen:

  • Tierhalterinnen und -halter
  • Tiertransporteurinnen und -transporteure
  • Mitarbeitende von Betrieben, die mit Tieren zu tun haben – beispielsweise Landwirtschaftsbetriebe, Reitställe, Tierzuchten, Tierheime, Tierkliniken und -praxen, Schlachtbetriebe oder Zoofachgeschäfte

Der Veterinärdienst überprüft mittels Kontrollen, ob diese Personen ihre Verantwortung wahrnehmen. Dafür haben die Mitglieder der Tierschutzbehörde Zutritt zu den Räumen, Einrichtungen, Fahrzeugen, Gegenständen und Tieren (Artikel 39 des Tierschutzgesetzes TSchG). Bei gravierenden Problemen in Nutztierbetrieben kann eine Begleitgruppe eingesetzt werden.

Der Veterinärdienst unterscheidet zwischen systematischen Kontrollen und solchen auf Basis eines konkreten Verdachts.

Verdachtskontrollen aufgrund einer Meldung

Der Veterinärdienst kontrolliert aufgrund von Hinweisen, Verdachtsmomenten oder wenn Meldungen vorliegen, die eine Verletzung der Tierschutzvorschriften vermuten lassen.

Systematische Kontrollen

Folgende Institutionen werden von systematischen, wiederkehrenden Kontrollen erfasst:

  • Landwirtschaftliche Betriebe, die in einem Bewirtschaftungsprogramm gem. Art. 31b des Landwirtschaftsgesetzes (IP, KF, BTS, BIO) mitmachen (dies sind im Kanton Bern 1998 4/5 der Betriebe). Die Kontrollen erfolgen dort jährlich oder nach Vorgaben des Bundesamtes für Landwirtschaft. Sie werden durch akkreditierte Kontrollstellen im Auftrag des Kantonalen Veterinärdienstes überprüft: KUL, Bio-Inspecta, Bio-Test-Agro.
  • Gewerbsmässige Wildtierhaltungen: Je nach gehaltenen Tierarten führt der Veterinärdienst die Kontrollen selbst durch, beauftragt den zuständigen Wildhüter oder andere Experten.
  • Tierhandlungen: Der Veterinärdienst führt mindestens alle zwei Jahre eine Kontrolle durch.
  • Institute und Laboratorien, die Tierversuche durchführen, sowie Versuchstierzuchten und Versuchstierhaltungen: Hier werden mindestens jährliche Kontrollen durch die Tierversuchskommission durchgeführt.
  • Landwirtschaftliche Betriebe, die nicht einem Programm gemäss Art. 31b Landwirtschaftsgesetz angeschlossen sind, werden ebenfalls durch die KUL im Auftrag des Veterinärdienstes kontrolliert.

Gesetzliche Grundlagen für die Kontrollen im Bereich Tierschutz


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