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Invasive Neophyten bedrohen Pflanzen, Tier und Mensch

In der ganzen Schweiz breiten sich immer mehr fremde Pflanzenarten aus, die die einheimischen Arten verdrängen. Diese so genannten invasiven Neophyten können zudem auch für den Menschen gefährlich werden, da sie Verbrennungen und Allergien auslösen können. Die Neophyten sind auch für Naturschutzgebiete eine Gefahr, da sie sich insbesondere auf naturnahen Flächen massiv ausbreiten. Das Einführen solcher Arten muss daher verhindert, bereits etablierte Arten müssen kontrolliert oder beseitigt werden. Die Kontrolle und Bekämpfung dieser Pflanzen wird ganz Europa, die Schweiz und somit auch den Kanton Bern noch lange Zeit beanspruchen.

Das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora (Info Flora) unterscheidet zwischen

> zu bekämpfenden invasiven Neophyten (Schwarze Liste)

> zu beobachtenden invasiven Neophyten (Watch-Liste)

Im Jahr 2008 trat zudem die revidierte Freisetzungsverordnung in Kraft. Darin ist der Umgang mit gebietsfremden Organismen geregelt. Im Anhang 2 der Verordnung sind die in der Schweiz verbotenen Neophyten und Neozoen aufgelistet.

Massnahmenplan Invasive Neophyten Kanton Bern

Einige Neophyten in der Schweiz sind aufgrund ihrer effizienten Verbreitungsstrategien sehr konkurrenzstark und werden zunehmend zum Problem für einheimische Flora, schutzwürdige Lebensräume, Gewässer, Verkehrsanlagen, Infrastrukturen und für die menschliche Gesundheit. Regulierung und Bekämpfung sind aufwändig, kostenintensiv und selten dauerhaft erfolgreich. Somit ist Prävention zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung von grosser Bedeutung.

Ein Pilotprojekt der Abteilung Natuförderung zeigte:

  • Die problematischen Pflanzen sind (z.T. auch bei Fachleuten) weitgehend unbekannt.
  • Die Verbreitungsmuster und Bedrohungslagen sind unterschiedlich. Dies verlangt regionsspezifische Massnahmen.
  • Die Bekämpfung ist eine Verbund-Aufgabe auf verschiedenen Ebenen: Wasserbau, Strassenunterhalt, Forstdienst, Landwirtschaftlicher Pflanzenschutz, Gesundheitsschutz, Naturschutz etc. auf den Ebenen Bund, Kanton und Gemeinden.

Ein mit der Bernischen Floristischen Beratungsstelle entwickelter Massnahmenplan regelt das weitere Vorgehen:

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Kontakt

LANAT Amt für Landwirtschaft und Natur

Naturförderung (ANF)
Schwand 17
3110 Münsingen

Tel. 031 720 32 20
Fax 031 720 33 51
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