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Hochmoore: Über 90 Prozent sind verschwunden

Hochmoore bestehen aus einem Mosaik von Moospolstern (Bulten) und wasserhaltigen Senken. Abgestorbene Pflanzen zersetzen sich hier nicht. Sie wandeln sich in Torf, der sich über Jahrtausende aufschichtet. Dadurch wird das Torflager auch zu einem wichtigen, natürlichen Geschichtsarchiv. Sobald die Pflanzen, die auf der Torflinse leben, den Kontakt zum Grundwasser verloren haben, ist ein Hochmoor entstanden.

Im Hochmoor leben spezialisierte Pflanzen wie Rosmarinheide oder Sonnentau, die nur sehr geringe Nährstoffmengen benötigen. Meist genügt, was der Regen dem Moor zuführt.

Die Tierarten, die im Moor ihren Lebensraum haben, zum Beispiel der Schmetterling Moorbläuling, sind sehr selten. Wegen der speziellen Lebensbedingungen im Hochmoor können die gefährdeten Moorbewohner nicht in andere Biotope ausweichen.

Heute gibt es im Kanton Bern noch auf ca. 230 Hektaren Hochmoore von nationaler Bedeutung, vor allem im Berner Jura und im Oberland oberhalb 1000 Metern über Meer. Damit sind seit Mitte des vorletzten Jahrhunderts mehr als 90 Prozent der Hochmoore verschwunden, im Mittelland fast 100 Prozent.

Naturschutzaufgaben: grösstmöglicher Schutz

Die verbliebenen Hochmoore sind ungeschmälert zu erhalten. Das heisst, weitere Entwässerungen sind einzustellen. Zudem müssen Tourismus und Militär darauf Rücksicht nehmen, dass Hochmoore das Betreten schlecht ertragen. Bereits gestörte Hochmoore sind wo immer möglich wieder herzustellen.

Hinweise zur genauen Lage, zum Zustand und zu Massnahmen der Erhaltung gibt das Hochmoor-Inventar des Bundes.

Um die Hochmoore besser schützen zu können, wurde in sämtlichen Hochmooren des Kantons Bern die Vegetation aufgenommen:
Hochmoorkartierungen als GIS-Daten.

Verordnung über den Schutz der Hoch- und Übergangsmoore von nationaler Bedeutung


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