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Gruben: vorausschauend nutzen, nach der Stilllegung pflegen

Stillgelegte Kiesgruben weisen auf kleinem Raum eine grosse ökologische Vielfalt auf, falls sie nicht sofort wieder aufgefüllt werden. Frösche, Kröten und Unken finden hier idealen Lebensraum.

Pionierpflanzen wie Huflattich und Purpurweide besiedeln dort Trockenstandorte mit nährstoffarmem, steinigem Untergrund. Eine ganz andere Tier- und Pflanzenwelt siedelt sich in den feuchten Senken und Tümpeln an, die für manche Amphibien (z.B. Kreuzkröte) wertvolle Überlebensmöglichkeiten bieten. Die steilen Grubenwände bieten den Uferschwalben Gelegenheit, ihre Nester zu graben.

Naturschutzaufgaben: gestaffelter Kiesabbau und Pflege nach der Stilllegung

Solange eine Grube genutzt wird, lässt sich eine vielfältige Fauna und Flora recht gut schützen und erhalten. Dazu ist eine geschickte und auch bezüglich Naturschutz wohldurchdachte Staffelung des Kiesabbaus erforderlich.

Stillgelegte Gruben müssen aufgrund bestehender Verträge meist aufgefüllt und als Wald- oder Landwirtschaftsfläche wiederhergestellt werden. In Zukunft sollten hier neue Wege beschritten werden, bei der die Grube und ihre Lebensräume zumindest teilweise erhalten bleiben. Naturnah gestaltete Gruben benötigen eine sachverständige Pflege, sonst verwalden sie.

Viele ehemalige und auch noch in Betrieb stehende Gruben wurden ins Inventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung (IANB) aufgenommen. Durch die Verordnung über den Schutz der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung vom 15. Juni 2001 stehen diese Laichgebiete unter bundesrechtlichem Schutz.

Branchenvereinbarung mit der Stiftung Landschaft und Kies

2007 hat die Abteilung Naturförderung mit der Stiftung Landschaft und Kies eine Branchenvereinbarung (PDF, 2 MB, 3 Seiten) abgeschlossen. Die Mitglieder der Stiftung verpflichten sich darin zu umfangreichen Naturschutzleistungen in ihren Abbaustellen und Deponien. In einem Handbuch (PDF, 894 KB, 23 Seiten) wird festgehalten, wie die einzelnen Artikel der Branchenvereinbarung in der Praxis umgesetzt werden sollen. Eine Musterformulierung (PDF, 126 KB, 1 Seite) zum korrekten Einbezug der Branchenvereinbarung und Musterartikel für Überbauungsvorschriften (PDF, 105 KB, 7 Seiten) unterstützen die konkrete Umsetzung.

Die Vereinbarung beinhaltet ein alle 5 Jahre stattfindendes Controlling, das durch beide Vertragspartner zu erbringen ist. Nach der Ersterhebung für die Grundlagenbeschaffung im Jahr 2005 folgte 2011 die zweite Erhebung, auf der der erste Kontrollbericht (PDF, 4 MB, 20 Seiten) basiert. Die dritte Erhebung erfolgte im Jahr 2016. Der zweite Kontrollbericht (PDF, 5 MB, 27 Seiten) liefert hierzu die aktuellen Resultate und Kommentare.


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