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Lebensräume im Landwirtschaftsgebiet

Der wirtschaftliche Druck auf die Landwirtschaft hat in der Vergangenheit stetig zugenommen. Entsprechend wurde die landwirtschaftliche Bewirtschaftung intensiviert. Die Landwirte produzierten immer mehr Futter- und Nahrungsmittel auf immer weniger Fläche. Mittels Pflanzenschutz- und Düngemitteln steigerten die Bauern ihre Erträge massiv – gleichzeitig bedrohen diese Chemikalien die Vielfalt unserer Pflanzen- und Tierwelt.

Neue, umweltverträglichere Wege in der Landwirtschaft werden gesucht und zum Teil bereits umgesetzt. Nachhaltig überzeugende Lösungen entstehen dann, wenn Landwirte und Naturschützer gemeinsam an einem neuen Ausgleich zwischen Natur und Landwirtschaft arbeiten.

Von einer intakteren Natur profitiert auch der Landwirt: Sie hilft ihm beispielsweise, seine Kulturen vor grossem Schädlingsbefall zu bewahren. Zudem erhalten die Landwirte für ihre Leistungen in Naturschutz und Landschaftspflege Beiträge, die einen festen Bestandteil ihres Einkommens ausmachen.

Wichtigste Lebensräume im Landwirtschaftsgebiet des Kantons Bern

Strategie Trittsteinbiotope und korridorartige, lineare Gebilde 

Durch Ausbreitung der Kulturlandschaft sind naturnahe Regionen stark zusammengeschrumpft und voneinander isoliert worden. Es hat eine regelrechte Verinselung der Landschaft stattgefunden. Weil der genetische Austausch zwischen den Gebieten nicht mehr gewährleistet ist, besteht die Gefahr, dass einzelne Organismen auf diesen Standorten aussterben. Eine Seuche kann zum Tod einer ganzen Population führen. Um den genetischen Austausch wieder zu ermöglichen, müssen die naturnahen Inseln miteinander vernetzt werden: es muss den Organismen möglich sein, zwischen den Gebieten hin und her zu wechseln.

Trittsteinbiotope zwischen den Inseln sollen nicht der vollständigen Population das Überleben sichern, sondern dienen lediglich als Zwischenstation bei der Wanderung. Als verbindende Glieder (Trittsteine) zwischen isolierten Gebieten können Trockenstandorte, Feuchtgebiete oder auch nur einzelne Bäume dienen.

In einem zweiten Schritt werden die Trittsteine mit den Inseln durch korridorartige, lineare Gebilde verbunden. Als solche Korridore können unter anderem Hecken, Ackerrandstreifen, Strassen- und Eisenbahnböschungen oder naturnahe Bachläufe dienen. Über bauliche Hindernisse wie zum Beispiel Strassen muss mit sogenannten Biobrücken oder Unterführungen hinweggeholfen werden.

Der Bund richtet gemäss der Öko-Qualitätsverordnung ÖQV Finanzhilfen für das Vernetzen ökologischer Ausgleichsflächen aus.

Umfassende Informationen zu Lebensräumen bietet die Dokumentation Berner Naturschutz.


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