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Projekt Thunerseefelchen

Im Jahr 2000 wurde bei Felchen im Thunersee eine rätselhafte Häufung von Veränderungen an den Geschlechtsorganen festgestellt. Im Auftrag der Volkswirtschaftsdirektion forschten Spezialisten verschiedener Fachstellen und Universitäten unter der Leitung des Fischereiinspektorates während mehr als 5 Jahren nach den Ursachen dieses Phänomens.

Untersuchungsperiode 2004-2008

Die intensiven Untersuchungen brachten wichtige Erkenntnisse. Die Nahrung der Felchen (Zooplankton) hat bei der Ausbildung veränderter Geschlechtsorgane einen besonderen Einfluss. Fische, denen Plankton aus dem Thunersee verfüttert wurde, bildeten solche Veränderungen der Geschlechtsorgane aus. Demgegenüber blieben Fische, die ohne Thunerseeplankton aufgezogen wurden, ohne Veränderungen. Die eigentlichen Ursachen der Missbildungen blieb aber unbekannt.

Die Resultate dieser Untersuchungsperiode finden sich im Bericht Untersuchungen zu den Gonadenveränderungen bei Felchen aus dem Thunersee. Schlussbericht Untersuchungsperiode 2004-2008. (PDF, 669 KB, 6 Seiten)

Abklärungen versenkte Munition

Parallel dazu liefen intensive Abklärungen zur versenkten Armeemunition im Thunersee. Die Abklärungen haben keinen Hinweis ergeben, dass die Seen durch die Munitionsablagerungen belastet werden.  

 Untersuchungsperiode 2011-2012

Aufgrund der grossen Bedeutung des Thunersees für das von 400'000 Menschen genutzte Aare-Grundwasser beauftragte der Regierungsrat das Amt für Wasser und Abfall sowie das Amt für Landwirtschaft und Natur im Jahr 2011 mit weiterführenden Untersuchungen. Die Gründe für die Deformation bei den Fischen blieben trotz intensiver Untersuchungen unklar. Seit 2010 nahm der Anteil veränderter Felchen im Thunersee jedoch erfreulicherweise deutlich ab. Weil das Phänomen der Gonadenveränderungen im Thunersee einige Jahre nach Beginn der NEAT Bauarbeiten auftrat und rund vier Jahre nach deren Beendigung wieder abflachte, bleiben hier bestimmte Verdachtsmomente bestehen. Es bleibt jedoch festzuhalten, dass jegliche diesbezügliche Abklärungen keine ursächlichen Zusammenhänge lieferten.

Die Resultate der Untersuchungperiode 2011-2012 finden sich im Bericht  Weiterführende Untersuchungen zu den Gonadenveränderungen bei Felchen aus dem Thunersee. Synthesebericht Untersuchungsperiode 2011-2012. (PDF, 1 MB, 44 Seiten)

 Weiteres Vorgehen

Die kantonalen Fachstellen werden den Zustand des Thunersees im Rahmen des regulären Monitorings überwachen. So werden auch in Zukunft monatlich Felchen aus dem See entnommen und auf Veränderungen bei den Geschlechtsorganen untersucht. Ebenfalls langfristig angelegt ist die Überwachung des Planktons als Futtergrundlage für die Fische sowie der Wasserqualität des Sees. Weiter soll die Überwachung des Eintrags von Chemikalien aus Grossbaustellen in Gewässer zukünftig verbessert werden.

 


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