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Zander

Biologie des Zanders (Sander lucioperca L.)

Körpermerkmale

In der Jugend schlanker, im Alter langgestreckter spindelförmiger Körper; spitzes endständiges Maul. Beide Kiefer mit Fang- und Hechelzähnen. Wie alle Barschartigen mit Kamm-Schuppen (Ctenoidschuppen), brustständigen Bauchflossen, zwei getrennten Rückenflossen und Stachelstrahlen in Rücken-, Bauch- und Afterflossen. Rücken und Flanken grünlich bis grau, 8–10 dunkle Querstreifen, Bauchseite weisslich; Rückenflossen mit dunklen Punktereihen (Unterschied zum Barsch, welcher einen grossen dunklen Fleck auf der ersten Rückenflosse besitzt), Schwanzflosse mit kleinen schwarzen Flecken. Mittellänge 40–60 cm, maximal 130 cm lang (15 kg).

Vorkommen

Mittel- und Osteuropa. 1880 auch im Einzugsgebiet des Rheins eingeführt. Vorzugsweise in sommertrüben, wärmeren Gewässern in grösseren Flüssen, Stauseen und Seen. Heute durch Besatz auch in Frankreich, Belgien, Schweiz, England, Spanien und Italien heimisch. Im Kanton Bern kommen kleinere Zanderbestände nur im Bielersee und in der Aare unterhalb des Bielersees vor. Vereinzelt werden auch Zander im Zihlkanal oder in der Aare unterhalb des Staus von Aarberg gefangen.

Lebensweise

Der Zander ist typischer Raubfisch der Freiwasserzone. Er gilt eher als lichtscheu, da er sich tagsüber bei klarem Wasser häufig in grösserer Tiefe aufhält und erst in der Dämmerung und nachts heraufsteigt, um auf Jagd zu gehen.

Hauptlaichzeit meist April bis Juni. Beim Ablaichen legt das Weibchen Eischnüre in geringer Tiefe auf Wurzeln und versunkenes Astwerk in sogenannte "Zandernester" ab (zur Förderung werden wie für die Eglis kleine Rottannen an potentiellen Laichplätzen versenkt); Eizahl 150 - 200'000 Eier pro kg Körpergewicht der Weibchen; Eidurchmesser 1-1,5 mm. Das Männchen bewacht das Gelege bis zum Schlüpfen der Larven. Brutdauer ca. 1 Woche (110 Tagesgrade). Die Erstnahrung besteht aus kleinen Planktontieren, später auch aus Insektenlarven. Grössere Zander ernähren sich praktisch ausschliesslich von Fischen, wobei auch Artgenossen nicht verschmäht werden.

Angeltechniken

Der Zander wird im Kanton Bern mehrheitlich beim Grundbleifischen mit dem toten oder lebenden Köderfisch gefangen. Gelegentlich werden auch beim Schleppfischen auf Hecht grosse Exemplare überlistet. Im Sommer kann in geringer Wassertiefe auch das Spinnfischen mit dem Jick oder dem toten Köderfisch auf dem Tyrolersystem erfolgreich sein. Im Unterschied zum Kanton Freiburg wird der Zander nur selten beim Zapfenfischen im freien Wasser oder sogar oberflächennah gefangen.

Fangmindestmasse und Schonzeiten

Der Zander besitzt im Kanton Bern kein Fangmindestmass, keine Schonzeit und keine Fangzahlbeschränkung. Alle anderen Bestimmungen sind allerdings einzuhalten.


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