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Trüsche

Biologie der Trüsche (Lota lota L.)

Körpermerkmale

Langgestreckter Körper im hinteren Teil stark seitlich abgeflacht; mit breitem flachem Kopf und weiter Mundspalte. Die Mundhöhle ist mit Hechelzähnen ausgestattet. Typisch ist am Ende des Unterkiefers ein langer Bartel; an den Nasenlöchern zwei sehr kurze bartelähnliche Hautbrücken. Schuppen sehr klein und fein, unvollständige Seitenlinie. Zweite Rückenflosse und Afterflosse sehr lang, Bauchflossen kehlständig, Schwanzflosse abgerundet. Grundfarbe gelboliv bis grünlich mit dunkelbraunen, unscharf abgegrenzten Marmorierungen. Flanken etwas heller; Bauch weisslich. Mittellänge 25 - 60 cm; maximal bis 1 m lang.

Vorkommen

Die Trüsche ist der einzige Süsswasservertreter der Familie der Dorschfische. Sie lebt vom Brackwasser der Flussmündungen bis in Bergseen und Forellenbächen in über 1200 Meter Höhe der Alpen. In Europa, Asien und Nordamerika ist sie weit verbreitet. Sie liebt kaltes, sauerstoffreiches und klares Wasser. Im Kanton Bern leben Trüschen in 12 % aller stehenden Gewässer und praktisch in allen Unterläufen der grösseren Flüsse. Grosse Bestände findet man im Brienzersee (besonders bei den Einmündungen der Hasliaare und der Lütschine) und im anschliessenden Aareabschnitt bis zum Thunersee. Auch in den drei Bergseen Arnensee, Oeschinensee und Engstlensee sind kleinere Bestände bekannt, die wahrscheinlich auf frühere Einsätze zurückzuführen sind.

Lebensweise

Die Trüsche ist ein nachtaktiver Grundfisch der in den Seen bis in grosse Tiefen (angeblich bis 200 m) vorkommt. Hauptlaichzeit November bis Februar. Das Ablaichen findet in Flüssen und Seen statt. Die Eier (bis zu 500'000 pro kg Körpergewicht der Weibchen, Eidurchmesser ca. 1 mm) sind mit einer Ölkugel ausgestattet, welche diese im Wasser frei treiben lässt. Erstnahrung der nach 1,5 bis 2,5 Monaten schlüpfenden 3 mm langen Larven ist Zooplankton; später werden Insektenlarven gefressen. Anfangs befinden sich die Larven freischwebend in Nähe der Wasseroberfläche. Später als Jungfisch am Grund vorwiegend im flachen Wasser (bis ca. 20 cm Länge). Die erwachsene Trüsche ernährt sich ausschliesslich von tierischer Nahrung. Dazu zählen beispielsweise Würmer, Kleinkrebse, Weichtiere, Fischlaich und -brut.

Angeltechniken

Die Trüschen werden entweder beim Grundbleifischen oder mit dem Jucker oder Pilker vom Boot aus gefangen. Werden die Trüschen im flachen Wasser befischt, bestehen nur in der Dämmerung und Nachts gute Fangaussichten. In grosser Tiefe oder bei stark getrübtem Wasser gelingen aber auch tagsüber gute Fänge. Als Köder werden praktisch ausschliesslich Würmer, tote Fischchen oder Fischfetzen verwendet.

Fangmindestmasse und Schonzeiten

Für die Trüsche gelten im Kanton Bern keine Fangmindestmasse oder Schonzeiten. Alle anderen Bestimmungen sind allerdings einzuhalten.


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