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Seeforelle

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Biologie der Seeforelle (Salmo trutta lacustris L.)

Seeforelle

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Seeforelle

Torpedoförmiger, seitlich etwas abgeflachter Körper; ältere Tiere hochrückiger als Jungfische. Fettflosse zwischen Rücken- und Schwanzflosse. Mundspalte weit, reicht bis hinter die Augen. Bezahnung des Pflugscharbeins: 4-6 Zähne auf der Platte, meist vorne einfache, hinten doppelte Zahnreihen auf dem Stiel. Grundfärbung je nach Gewässer recht verschieden. Rücken meist blaugrau oder grünlichgrau; Flanken hell glänzend, mit unterschiedlich grossen, unregelmässig geformten, manchmal x-förmigen schwarzen Flecken, dazwischen auch rötliche Punkte und Ringe, vor allem bei Jungfischen. Mittellänge 40-80 cm, max. bis 140 cm lang. Die Seeforelle unterscheidet sich von der Bachforelle als Art nicht (gleicher Genotyp). Es handelt sich dabei nur um eine unterschiedliche Standortform.

Vorkommen

In den grossen, tiefen Seen des Voralpen- und Alpengebietes, Skandinaviens und der britischen Inseln. Im Kanton Bern typischerweise im Brienzer-, Thuner- und Bielersee und deren Zuflüssen Hasliaare, Lombach, Lütschine, Aare Interlaken, Kander und Simme, Aare Thun und in der Schüss.

Lebensweise

Die älteren Fische (Grundforellen) halten sich häufig in grösseren Tiefen (bis 70 m) auf, während die jüngeren (Schwebeforellen) in den oberen Wasserschichten, oft in Ufernähe, anzutreffen sind. Jungtiere ernähren sich mehrheitlich von Kleintieren (Anflug, Bodentiere und Plankton), Erwachsene auch von Fischen. Laichzeit ist November und Dezember; die Laichwanderung setzt aber bereits ab Anfang September ein. Die Tiere sind ausgesprochen schnellwüchsig und erreichen oft nach 3 bis 4 Jahren bereits Gewichte bis 3 kg. Das Ablaichen erfolgt in der kiesigen Sohle der Zuflüsse. Eizahl 1000 - 2000 je kg Körpergewicht der Weibchen. Eigrösse 5 - 5,5 mm Durchmesser. Die Jungfische verbleiben die ersten 1-3 Jahre in ihrem Geburtsfluss bis sie den Eltern in den See zurück folgen. Geschlechtsreife bei den Männchen z.T. im 3., durchgehend im 4., bei den Weibchen mehrheitlich im 4. oder 5. Jahr. Die Seeforellenbestände sind vielerorts stark zurückgegangen und die Art gilt als stark gefährdet.

Angeltechniken

Vom Ufer aus werden die Seeforellen mehrheitlich beim Spinnfischen gefangen. Ein im Kanton Bern für den Fang von Seeforellen häufig gebrauchter Spinnköder, ist der sogenannte "Löffelbutz", bei welchem es sich in der Regel um einen Meppsspinner handelt, hinter welchem ein toter Köderfisch auf einen dünnen Bleistab gezogen wurde. Ansonsten werden die Seeforellen nur von den Schleppfischern mit den Seehunden oder beim Tiefseeschleppen gezielt befischt, auch wenn hin und wieder mit der Hegene einzelne Fangmässige gefangen werden.

Fangmindestmasse und Schonzeiten: Fangfenster

Seeforellen steigen im Herbst zum Ablaichen in die Seezuflüsse auf. In dieser Zeit sollten die Seeforellen nicht befischt werden, sonst wird die natürliche Fortpflanzung dieser stark gefährdeten Art verunmöglicht.

Damit aber trotzdem die Befischung der Bachforellen in den betroffenen Fliessgewässern möglich bleibt, wurden sogenannte "Fangfenster" eingeführt. Das bedeutet, dass im September in den potentiellen Aufstiegsgewässern der Seeforellen keine Bach- und Seeforellen über 45 cm behändigt werden dürfen. Auf diese Art werden die häufig nur schwer von den Bachforellen zu unterscheidenden aufgestiegenen Seeforellen erfolgreich geschützt.


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