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Rotauge/Rotfeder/Hasel

Biologie von Rotauge (Rutilus rutilus L.),
Rotfeder(Scardinius erythrophtalmus L.)
und Hasel (Leuciscus leuciscus L.)

Körpermerkmale

Rotauge und Rotfeder mit seitlich abgeflachtem, je nach Alter und Wohngewässer mehr oder weniger hochrückigem Körper; Hasel spindelförmiger, fast drehrunder Körper. Bauchkante beim Rotauge zwischen Bauchflossen und After gerundet, bei der Rotfeder gekielt. Mundspalte eng, beim Rotauge fast waagrecht, bei der Rotfeder steil nach oben gerichtet und beim Hasel leicht vorragend. Schlundzähne Rotauge einreihig, Rotfeder und Hasel zweireihig. Beim Rotauge Vorderende der Rückenflosse über oder nur wenig hinter dem Bauchflossenansatz, bei der Rotfeder dagegen deutlich dahinter. Rand der Afterflosse beim Hasel, im Unterschied zum Alet eingebuchtet. Iris beim Rotauge rot, bei der Rotfeder goldglänzend und beim Hasel silbern. Bauchseitige Flossen beim Rotauge rötlich, bei der Rotfeder aussen hellrot und an der Basis grau bis bräunlich und beim Hasel gelblich. Mittellänge Rotauge 25 - 30 cm, maximal 50 cm; Rotfeder 20 - 30 cm, maximal 40 cm; Hasel 15 - 20 cm, maximal 30 cm.

Vorkommen

In stehenden und langsam fliessenden Gewässern in West- Mittel- und Osteuropa sind die drei Arten weit verbreitet. Der Hasel kommt bis weit nach Asien vor, in Frankreich werden zwei Unterarten beschrieben. Alle drei Arten gelten als gesellige Schwarmfische. Im Kanton Bern sind sie in tieferen Lagen weit verbreitet, grössere Bestände von Rotaugen sind im Bielersee vorhanden, grosse Haselschwärme waren früher im Brienzer- und Thunersee anzutreffen.

Lebensweise

Leben meist in Schwärmen; Rotaugen im Freiwasser oder in verkrauteten Uferzonen, Rotfedern und Hasel meist nahe der Wasseroberfläche. Im Winter v.a. bei Rotaugen Winterlager an tieferen Stellen. Hasel ist im Winter noch aktiver. Fortpflanzung April bis Juni, Eizahl ca. 50'000- 150'000 pro 1/2 kg Körpergewicht der Weibchen, Eidurchmesser: Rotaugen 1 mm, Rotfeder 1,5 mm, Hasel ca. 2 mm; Schlupf nach 3 bis 10 Tagen. Eier und Larven haften an Wasserpflanzen, Wurzelwerk und Steinen. Bastardisierung zwischen Rotauge und Rotfeder kommt vor. Nahrung sind Kleintiere aller Art und Wasserpflanzen. Besonders bei Rotfeder und Hasel auch Anfluginsekten.

Angeltechniken

Alle drei Arten werden am erfolgreichsten beim Zapfenfischen mit leichter Ausrüstung befischt. Hin und wieder lassen sich auch beim Grundbleifischen (z.B. Rotaugen im Zihlkanal) sehr gute Fänge machen. Fängige Köder sind Mist- und Rotwürmer, Maden, Brot und verschiedene Teige. Hasel können im Sommerhalbjahr auch mit der Fliegenrute gefangen werden.

Fangmindestmasse / Schonzeiten

Rotauge, Rotfeder und Hasel besitzen im Kanton Bern kein Fangmindestmass, keine Schonzeit und keine Fangzahlbeschränkung. Alle anderen Bestimmungen sind allerdings einzuhalten.


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