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Barbe

Biologie der Barbe (Barbus barbus L.)

Körpermerkmale

Langgestreckter, schlanker Körper. Typisch ist das stark unterständige Maul mit der rüsselartigen Schnauze und den vier dicken Barteln an der Oberlippe; Schlundzähne dreireihig. Schuppen mittelgross, 55 - 65 längs der Seitenlinie. Bauchlinie fast gerade (bodengebundene Lebensweise). Der erste Strahl (Gliederstrahl) der Rückenflosse ist besonders stark entwickelt. Färbung je nach Lebensraum stark unterschiedlich; Rücken meist braun bis graugrün, Flanke heller, mit kupfernem oder goldenem Glanz. Bauchseite weisslich. Flossen graugrünlich. Brust-, Bauch- und Afterflosse und Unterteil der Schwanzflosse mit rötlichem Ton. Mittellänge 30 - 50 cm, maximal 89 cm lang.

Vorkommen

Am Grund lebender Schwarmfisch in den unteren Abschnitten der grösseren Flüsse mit kleinem Gefälle, der sogenannten "Barbenregion"; bevorzugt sandige und kiesige Sohle mit mässiger Strömung. Besiedelt Mittel- und Osteuropa. Fehlt in Irland, Schottland, Dänemark, Skandinavien und Teilen Englands. Im Kanton Bern leben nur in der Aare (v.a. zwischen Thun und Münsingen, in der Restwasserstrecke bei Bern, in der Alten Aare und in der Saane grössere Bestände. Vereinzelt kommt sie auch in den von der Aare gespiesenen Seen und den grösseren Seitenbächen vor.

Lebensweise

Im Sommerhalbjahr dämmerungs- und nachtaktiv. Im Winterhalbjahr sammeln sie sich in grösseren Gruppen in tiefen ruhigen Buchten und Altwässern. Laichzeit Mai bis Juli; Männchen mit starkem, in Reihen angeordnetem Laichausschlag, Weibchen mit ca. 10'000 Eiern pro kg Körpergewicht, Eier schwach klebrig und ca. 2 mm Durchmesser. Eiabgabe über kiesigem Substrat, Schlupf nach ca. 10 bis 15 Tagen. Die erwachsenen Barben sind Kleintierfresser und in ihrer Auswahl nicht wählerisch. Neben Würmern, Insektenlarven, Weichtieren und Kleinkrebsen werden auch Fischbrut und Pflanzenteile nicht verschmäht.

Angeltechniken

Die Barbe ist aufgrund ihrer ausdauernden und heftigen Gegenwehr bei häufig schon fortgeschrittener Grösse ein bei einzelnen Fischern sehr beliebter Angelfisch. Bei richtiger Zubereitung schmeckt auch das Fleisch ausgezeichnet. Die Barben werden meistens beim Grundbleifischen mit gelben Nymphen, Bienenmaden, Mehlwürmern oder Speck gefangen. Wichtig dabei ist eine kräftige Rute mit genügend starker Schnur, um auch Kapitale sicher drillen zu können. In ruhigen Gewässerabschnitten kann auch das leichte Zapfenfischen sehr erfolgreich sein.

Fangmindestmasse / Schonzeiten

Die Barbe besitzt im Kanton Bern kein Fangmindestmass, keine Schonzeit und keine Fangzahlbeschränkung. Alle anderen Bestimmungen sind allerdings einzuhalten.


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