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Alet

Biologie des Alets (Leuciscus cephalus L.)

Körpermerkmale

In der Jugend schlanker, im Alter gedrungener, im Querschnitt fast walzenförmiger Körper; tief gespaltenes endständiges Maul, Schlundzähne zweireihig; grosse derbe Schuppen, 44-46 längs der Seitenlinie; Rücken graugrün bis bräunlich; Flanken silbrig mit Goldglanz, Schuppen dunkel umrandet (Netzzeichnung), Bauch- und Afterflossen rötlich. Im Unterschied zum Hasel ist der Rand der Afterflosse nach aussen gewölbt. Mittellänge 40 - 50 cm, maximal 70 cm lang.

Vorkommen

Mit Ausnahme Irlands, Nordschottlands, Teilen von Skandinavien und den Mittelmeerinseln in ganz Europa verbreitet. In Fliessgewässern und im Uferbereich von Seen kommt er bis in eine Höhe von 1500 m vor. Im Kanton Bern ist der Alet in den meisten grösseren stehenden Gewässern und Flüssen vertreten. Am häufigsten befischt wird er in einzelnen Aareabschnitten, wie zum Beispiel in der Aare Restwasserstrecke in Bern oder in der Alten Aare. Interessant sind auch die zahlreichen Fänge im Arnensee.

Lebensweise

In der Jugend ein typischer Schwarmfisch, später in kleineren Schwärmen oder als Einzelgänger. Laichzeit von April bis Juni. Männchen mit feinkörnigem Laichausschlag. Im Laichsubstrat nicht wählerisch; Eizahl 45'000 pro kg Körpergewicht der Weibchen, Eidurchmesser 1.5 bis 2 mm. Schlupf der Larven nach ca. 7 bis 10 Tagen. Jungfische ernähren sich von Würmern, Kleinkrebsen, Insektenlarven, Anfluginsekten, Weichtieren und pflanzlicher Kost (Algen, Beeren etc.). Kapitale Alet sind zusätzlich räuberisch und fressen auch Fische, Frösche und Kleinsäuger.

Angeltechniken

Der Alet ist, besonders ab einer bestimmten Grösse, ein ausgesprochen scheuer Fisch. Deshalb ist unabhängig von der gewählten Angeltechnik eine vorsichtige Annäherung und geschicktes Hantieren mit dem Angelgerät für den Fangerfolg entscheidend. Entsprechend der vielfältigen natürlichen Nahrung der Alet kommen eine Reihe verschiedener Angeltechniken zum Einsatz. Auf hochstehende Alet fischt man am besten mit der Fliegenrute und grossen Trockenfliegen oder mit schwimmendem Brot. Ansonsten können Alet beim Grundblei- oder Zapfenfischen mit unterschiedlichsten Ködern, wie Würmern, Maden, Brot, Käfer oder Kirschen befischt werden. Für grosse Exemplare kann auch das Spinnfischen mit kleinen Wobblern oder Köderfischchen erfolgreich sein.

Fangmindestmasse und Schonzeiten

Der Alet besitzt im Kanton Bern kein Fangmindestmass, keine Schonzeit und keine Fangzahlbeschränkung. Alle anderen Bestimmungen sind allerdings einzuhalten.


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