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Angeln in der Aare von der Ausmündung aus dem Thunersee bis Niederriedsee

Die Aare verlässt in der Schadau in Thun den Thunersee. Zwischen Thun und Bern befand sich ursprünglich eine klassische Auenlandschaft. Die Kleinhöchstettenau, die Märchligenau und der Selhofenzapfen sind Zeugen dieser Vergangenheit. Heute ist die Aare von Thun bis Münsingen (Brücke bei Bad, Gewässercode 203) und von Münsingen bis Bern (Stauwehr Engehalde, Code 205) kanalisiert.

Beim Stauwehr Engehalde wird das Wasser für das weiter flussabwärts gelegene Wasserkraftwerk Felsenau gefasst. Zwischen dem Stauwehr Engehalde und dem Kraftwerk Felsenau fliesst die Aare als Restwasser in einem noch mehrheitlich natürlich verlaufenden Flussbett. Diese Restwasserstrecke und die Aarestrecke unterhalb des Kraftwerks Felsenau bis zur Neubrücke in Bremgarten bilden zusammen den Aareabschnitt mit dem Code 208. Unterhalb der Neubrücke gehört die Aare trotz der anhaltenden Strömung bereits zum Wohlensee (Code 210). Nach der Wehranlage am Ende des Wohlensees beginnt der Aareabschnitt mit dem Code 211 bis zu Beginn des Niederriedsees (212) bei der Einmündung des Chesselgrabens bei Oltigen.

Fischarten

Die beliebtesten Zielfische im grössten Fluss des Kantons Bern sind für die Angelfischer Äschen und Bachforellen. Nebst vielen verschiedenen Fischarten werden auch regelmässig Barben, Egli und Hechte erbeutet.

Angeltechniken

In der Aare werden die Äschen mehrheitlich beim Zapfenfischen gefangen. Als Köder dienen dabei meistens künstliche Nymphen, Mehl- oder Mistwürmer. Die Forellen werden zum Teil beim Zapfenfischen, mehrheitlich aber beim Spinnfischen mit Wobbler, Spinner oder totem Köderfisch am System gefangen. Die beste Angelmethode zur Befischung der Barben ist das Grundbleifischen mit Mehlwürmern oder sogenannte "Berner Nymphen" (gelbe dicke Körper mit rotem oder schwarzem Kopf und roter oder schwarzer Rippung und weicher Fahne) als Köder. Egli werden mit Wurm beim Zapfen- oder Grundbleifischen oder beim Spinnfischen gefangen. Der Hecht wird traditionellerweise mit dem Köderfisch oder ebenfalls beim Spinnfischen erbeutet.

Hinweis

In der Flussstrecke von der Ausmündung aus dem See bis zur ersten Wehranlage in Thun befindet sich eines der grössten Äschenlaichgebiete der Schweiz. Aus diesem Grund ist die Angelfischerei in diesem Aareabschnitt (Schadau) ganzjährig untersagt.

Aare von Thun bis Münsingen (203)

Zwischen Thun und Münsingen ist die Aare grösstenteils kanalisiert. In der Stadt Thun wird an den meisten Stellen von bis zu 4 Meter hohen Mauern hinunter gefischt. Ein Kescher mit einem speziell langen Stiel ist deshalb zum Landen von kapitalen Fischen und dem schonenden Zurücksetzen von Untermässigen unerlässlich.

Fischarten

Oberhalb des Stauwehres des Elektrizitätswerkes Thun werden praktisch nur Forellen und Äschen gefangen. Besonders im März bei der Forelleneröffnung und im Mai erbeuten die Angelfischer auch regelmässig Seeforellen, welche, weil sie im Fluss gefangen wurden, in der Fischfangstatistik als normale Bach- bzw. Flussforelle (Code 10) eingetragen werden müssen. Unterhalb des Wehres sind die am häufigsten gefangenen Fischarten Äschen, Bachforellen, Barben und Egli.


Aare von Münsingen bis Bern (205)

Der Streckenabschnitt mit dem Gewässercode 205 beginnt in Münsingen bei der Brücke beim Schwimmbad und endet beim Stauwehr Engehalde in Bern. Die Aare verläuft grösstenteils kanalisiert, doch wird in einzelnen Abschnitten der Lauf durch Buhnen unterbrochen, die den Fluss bei Hochwasser in Schranken weisen sollen.

Fischarten

Bei mittlerem Wasserstand bilden sich hinter den Buhnen die bei den Angelfischern beliebten Widerläufe, in welchen Äschen und vereinzelt Bachforellen gefangen werden können.

Bekannt für seinen früheren Fischreichtum (alte Lachsfanggeräte) ist das Schwellenmätteli in Bern. Die in diesem Aareabschnitt am häufigsten gefangenen Fischarten sind Äschen, Bachforellen und Barben.

Aare von Bern bis Wohlensee (208)

Der Streckenabschnitt mit dem Gewässercode 208 beinhaltet die Restwasserstrecke unterhalb des Stauwehres Engehalde und anschliessend die Aarestrecke unterhalb des Kraftwerks Felsenau bis zur Neubrücke in Bremgarten. Die Restwasserstrecke ist eine der schönsten Aarestrecken, da hier die Aare noch mehrheitlich in ihrem ursprünglichen, geschwungenen Lauf fliesst.

Fischarten

Bei Niedrigwasser im Herbst und Winter bilden sich zwischen den Kiesbänken Wasserläufe, in denen erfolgreich auf Forellen oder später auf Äschen gefischt werden kann. Dazwischen sind grosse Gumpen erkennbar, in welchen Hechte gefangen werden.

Aare von Wohlensee bis Niederriedsee (211)

Die Aarestrecke zwischen der Wehranlage am Ende des Wohlensees bis zum Beginn des Niederriedsees bei der Einmündung des Chesselgrabens bei Oltigen hat einen mehrheitlich natürlichen Lauf. Nur abschnittsweise, besonders im Bereich des Atomkraftwerks Mühleberg, sind die Ufer verbaut.

Fischarten

In dieser Aarestrecke sind Äschen die mit Abstand am häufigsten gefangene Fischart. Danach kommt bereits der Hecht; Bachforellen und Egli werden seltener erbeutet.

Äschen und Forellen werden vor allem im Abschnitt zwischen der Wehranlage und dem Atomkraftwerk gefangen. Erfolgreiches Fischen ist praktisch nur bei Niedrigwasser möglich. Hecht und Egli werden einerseits im Gumpen direkt hinter der Wehranlage vom Boot aus befischt, andererseits an ruhigen Stellen in Ufernähe auf der ganzen Flussstrecke und vor allem auch im Blinddarm (einem abgeschnittenen Altarm der Saane in welchem Kies ausgebeutet wurde), der sich rund 100 Meter oberhalb der Einmündung der Saane in die Aare befindet.


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