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Fliegenfischen

Was ist dran am Fliegenfischen, dass die "Müggeler" ihre Angeltechnik gerne als Krone des Angelsportes bezeichnen? Ist es das feine, ja elegante Gerät, die Herausforderung durch die anspruchsvolle Wurftechnik? Die aufmerksame und ruhige Beobachtung des Gewässers in Verbindung mit der aktiven Bewegung?

Das Fliegenfischen – eine schwungvolle Angelegenheit

Das Charakteristische an der Fliegenfischerausrüstung ist die spezielle dicke Schnur, eine schwere Plastikleine, mit deren Hilfe die federleichte Fliege über eine Distanz von vielen Metern hinweg gezielt vor das Fischmaul befördert werden kann. Dank ihrem Eigengewicht saust sie durch stetigen Vor- und Rückschwung mit der biegsamen Rute immer weiter durch die Luft, bis die Fliege am verjüngten Nylon-Vorfach letztlich genau dort hinsinkt, wo der Fischer sie haben will. Mit "Fliege" werden grundsätzlich die auf den Haken gebundenen "Kunst-Stückchen" bezeichnet, die meist aus farbigen Fäden und Federchen bestehen.

Klassisches "Müggele" mit Trockenfliege und aufschwimmender Trockenschnur

In der Schweiz wird mit dieser Variante des Fliegenfischens in erster Linie auf die Bachforelle und später im Jahr auf die Äsche gefischt. Das Prinzip ist einfach: Der Fischer wandert zur richtigen Tageszeit dem Fliessgewässer entlang und beobachtet die Wasseroberfläche, bis er ein charakteristisches Wellenringlein entdeckt. Nun packt ihn das Jagdfieber, denn er weiss: Genau dort beim hellen Stein, dort hat sich ein Fisch eine Mücke von der Wasseroberfläche gepflückt. Vielleicht kann er ihn sogar dank der Polaroidbrille erkennen, seine Grösse feststellen. Und vor allem – dies ist vielleicht das Aufregendste am Müggelen – der Fisch hat genau jetzt Hunger! Jetzt nur noch die passende Fliege...

Erfolgreiches Fliegenfischen ist eine Frage der Übung

Die richtige Tageszeit und die passende Fliege, diese Faktoren variieren im Laufe des Jahres und von Gewässer zu Gewässer. Mit der Trockenfliege wird in Form, Umriss, Farbe und Helligkeit ein Fluginsekt imitiert, das nach einem Larvenleben im Wasser soeben aus der Puppenhülle ausgeschlüpft ist und vor dem Abflug auf der Wasseroberfläche die Flügel trocknet. Je nach arteigenem Entwicklungszyklus schlüpft jede Insektenart zu einer bevorzugten Jahreszeit, die Tageszeit wird durch Lichtintensität und -dauer gesteuert. Mit zunehmender Erfahrung weiss der Fischer, welche Insektenarten in welchem Gewässer vorkommen – welches Fliegenmuster er im Frühjahr an die Gürbe, an einem Sommerabend an die Emme oder im Herbst an die Aare mitnehmen muss.

Das Nymphenfischen mit sinkender Nassschnur

Die Fliegenrute kann auch mit guten Fangaussichten an den Bergsee mitgenommen werden: für Bergseeforellen ist die sogenannte Anflugnahrung ein wichtiger Nahrungsanteil. Dabei handelt es sich um eher irrtümlich auf die Wasseroberfläche fallende Insekten wie zum Beispiel Käfer, Heuschrecken und fliegende Ameisen.

Die Fliegenrute kann auch geschwungen werden, wenn am Fliessgewässer auf der Wasseroberfläche nichts los ist. Die häufigste Nahrung von Bachforellen und Äschen ist immer noch die Driftnahrung, dies sind unter Wasser treibende Insektenpuppen, ertrunkene Mücken, Bachflohkrebse etc. Das ist der Moment für das Fischen mit der sinkenden Nass-Schnur. Die ebenfalls sinkenden Köder werden generell Nymphen genannt. Damit sind Sie auch in einem Bergbach gut dran, wenn das Wasser zu flach zum Zapfenfischen ist. Einen Anbiss erkennen Sie daran, dass die Spitze der Fliegenschnur in der Strömung plötzlich stehenbleibt oder gar zur Seite zuckt.

Sogar Hechte können gefangen werden

Auch grosse Kunstköder lassen sich mit der Fliegenrute werfen. Die sogenannten "Streamer" sind Imitationen von Fischchen aus Federn, damit werden grössere Forellen und von Spezialisten sogar Hechte gefangen.

Lernen Sie das "Müggele" von einem Profi

Wenn Sie das Fliegenfischen erlernen wollen, lassen Sie sich am besten von einer Fachperson beraten. Die Auswahl an Material ist nirgends so riesig wie in der Fliegenfischerabteilung und bei der Wurftechnik gibt’s ein paar Tricks und Kniffe, die Sie unbedingt bei einem Könner lernen sollten.


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