Die biologische Vielfalt fördern
Die Evolution hat im Laufe der Zeit unzählige Pflanzen- und Tierarten hervorgebracht. Die moderne Lebensweise des Menschen bedroht manche Arten und ihre Lebensräume - andere profitieren davon und nehmen Überhand.
Biodiversität bedeutet, die Vielfalt der Lebensräume, den Reichtum der Arten, aber auch die genetische Vielfalt innerhalb einer Art zu erhalten. Biodiversität erfreut nicht nur Auge und Ohr, sondern bringt lebenswichtige Vorteile wie gesunde Luft und sauberes Wasser. Biodiversität nachhaltig zu fördern bedingt einen integralen Ansatz, bei dem die verschiedenen Sektoren •Landwirtschaft, •Wald, •Naturförderung und •Wildtierschutz, Raumplanung, •Gewässerschutz etc. berücksichtigt wurden.
Die Biodiversität ist weltweit und auch in der Schweiz zunehmend bedroht. Der grossflächige Kanton Bern mit seinen zahlreichen unverbauten Flächen trägt bei der Biodiversität eine besondere Verantwortung. Die Erhaltung und Förderung der Biodiversität ist in der Legislatur 2010–2014 ein •Schwerpunkt des Volkswirtschaftsdirektors. Als erster Kanton hat der Kanton Bern 2008 ein •Aktionsprogramm zur Stärkung der Biodiversität (PDF, 1.8 MB, 24 Seiten) lanciert. Eine erste •Zwischenbilanz hat ergeben, dass die Umsetzung auf Kurs ist. Die seit 2008 ergriffenen Massnahmen zeigen Wirkung, werden weitergeführt und wo nötig punktuell ergänzt oder angepasst. Die •Medienkonferenz zur Zwischenbilanz wurde am 12. Oktober 2011 auf einem Bauernhof in Oberösch durchgeführt.
Der Bund erarbeitet derzeit die „•Strategie Biodiversität Schweiz“. Die zehn Ziele der Strategie Biodiversität Schweiz sind aufeinander abgestimmt und beeinflussen und unterstützen sich in der Umsetzung gegenseitig. Die Ziele betreffen unter anderem die nachhaltigen Nutzung der Biodiversität, die Schaffung einer ökologischen Infrastruktur und die Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum.

Im SMARAGD-Gebiet finden Biber idealen Lebensraum.
SMARAGD-Gebiet Oberaargau
Im Oberaargau kommen besonders viele seltene und bedrohte Arten vor. Das •SMARAGD-Gebiet Oberaargau stärkt die Artenvielfalt und den ökologischen Ausgleich im intensiv genutzten Schweizer Mittelland. Seltene, in ganz Europa gefährdete Arten wie die Helmazurjungfer oder der •Biber und ihre Lebensräume sollen langfristig erhalten und gefördert werden. Dafür arbeiten Landwirtschaft, Gemeinden, Kanton und lokale Umweltverbände zusammen.

Balzender Auerhahn (Foto: P. Mollet, Vogelwarte)
Waldreservat Leimbruch
Auerhuhn und Haselhuhn sind vom Aussterben bedroht; sie stehen in der Schweiz unter Schutz. Insbesondere das Auerhuhn reagiert sehr empfindlich auf Störungen – z.B. durch Sportler oder freilaufende Hunde. Das •Teilreservat Leimbruch in der Region Gantrisch bietet diesen seltenen Vogelarten einen geeigneten Lebensraum und schützt sie vor menschlichen Eingriffen – insbesondere während der Brut- und Aufzuchtzeit. Ziel ist, die bestehende Population langfristig zu fördern.

Ein umfassender Massnahmenkatalog fördert gefährdete Fisch- und Krebsarten im Kanton Bern.
Artenförderungskonzept Fische und Krebse
Der Kanton Bern verfügt über spezielle und schweizweit einmalige Gewässertypen. Für 9 Fisch- und 2 Krebsarten trägt er eine besondere Verantwortung. Das •Berner Artenförderungskonzept (PDF, 2.4 MB, 48 Seiten) zeigt Massnahmen auf verschiedenen Ebenen auf, um die Bestände dieser gefährdeten Fisch- und Krebsarten zu erhalten und zu fördern.
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