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Die biologische Vielfalt fördern

Die Evolution hat im Laufe der Zeit unzählige Pflanzen- und Tierarten hervorgebracht. Die moderne Lebensweise des Menschen bedroht manche Arten und ihre Lebensräume - andere profitieren davon und nehmen Überhand.

Biodiversität bedeutet, die Vielfalt der Lebensräume, den Reichtum der Arten, aber auch die genetische Vielfalt innerhalb einer Art zu erhalten. Biodiversität erfreut nicht nur Auge und Ohr, sondern bringt lebenswichtige Vorteile wie gesunde Luft und sauberes Wasser. Biodiversität nachhaltig zu fördern bedingt einen integralen Ansatz, bei dem die verschiedenen Sektoren Landwirtschaft, Wald, Naturförderung und Wildtierschutz, Raumplanung, Gewässerschutz etc. berücksichtigt wurden. 

Die Biodiversität ist weltweit und auch in der Schweiz zunehmend bedroht. Der grossflächige Kanton Bern mit seinen zahlreichen unverbauten Flächen trägt bei der Biodiversität eine besondere Verantwortung. Die Erhaltung und Förderung der Biodiversität ist in der Legislatur 2014–2018 ein Schwerpunkt des Volkswirtschaftsdirektors. Als erster Kanton hat der Kanton Bern 2008 ein Aktionsprogramm zur Stärkung der Biodiversität (PDF, 2 MB, 24 Seiten) lanciert. Eine erste Zwischenbilanz hat ergeben, dass die Umsetzung auf Kurs ist. Die seit 2008 ergriffenen Massnahmen zeigen Wirkung, werden weitergeführt und wo nötig punktuell ergänzt oder angepasst.

Der Bund erarbeitet derzeit die Strategie Biodiversität Schweiz. Die zehn Ziele der Strategie Biodiversität Schweiz sind aufeinander abgestimmt und beeinflussen und unterstützen sich in der Umsetzung gegenseitig. Die Ziele betreffen unter anderem die nachhaltigen Nutzung der Biodiversität, die Schaffung einer ökologischen Infrastruktur und die Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum.

Bienenweide

Bild vergrössern Bienenweide

Projekt Bienenweide

2011 wurde die „Lobag-Bienenweide“ lanciert. Das Projekt berücksichtigt verschiedene Einflüsse, die mit der Landwirtschaft zusammenhängen. Ziel ist die nachhaltige Verbesserung des Nahrungsangebots für Honigbienen von Mitte Mai bis Ende Juli, sowie die Anerkennung der Bienenweide als neues Ökoelement für den ökologischen Ausgleich. Das Projekt wird u.a. von der Abteilung Naturförderung, der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL und vom Inforama begleitet.

Balzender Auerhahn auf einer verschneiten Waldlichtung. Das Waldreservat Leimbruch bietet dem Auerhahn Ruhe vor Schneeschuhläufern.

Balzender Auerhahn (Foto: P. Mollet, Vogelwarte)

Waldreservat Leimbruch

Auerhuhn und Haselhuhn sind vom Aussterben bedroht; sie stehen in der Schweiz unter Schutz. Insbesondere das Auerhuhn reagiert sehr empfindlich auf Störungen – z.B. durch Sportler oder freilaufende Hunde. Das Teilreservat Leimbruch in der Region Gantrisch bietet diesen seltenen Vogelarten einen geeigneten Lebensraum und schützt sie vor menschlichen Eingriffen – insbesondere während der Brut- und Aufzuchtzeit. Ziel ist, die  bestehende Population langfristig zu fördern.

Graugelbes Titelblatt des Berner Artenförderungskonzepts mit Detailaufnahme eines Fischkörpers und Flosse. Auf dem linken Blattrand Aufnahme eines Fischkopfes von der Seite.

Ein umfassender Massnahmenkatalog fördert gefährdete Fisch- und Krebsarten im Kanton Bern.

Artenförderungskonzept Fische und Krebse

Der Kanton Bern verfügt über spezielle und schweizweit einmalige Gewässertypen. Für 9 Fisch- und 2 Krebsarten trägt er eine besondere Verantwortung. Das Berner Artenförderungskonzept (PDF, 2 MB, 48 Seiten) zeigt Massnahmen auf verschiedenen Ebenen auf, um die Bestände dieser gefährdeten Fisch- und Krebsarten zu erhalten und zu fördern.


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