Verkehr & Mobilität

Bild vergrössern (Öffnet ein neues Fenster) Autoabgase belasten die Luft erheblich
Der Verkehr ist Hauptverursacher der übermässigen Luftbelastung. Und er nimmt noch zu. Beispielsweise wächst beim Personenverkehr der Ferien- und Freizeitverkehr am stärksten. Sein Anteil am gesamten Personenverkehr in der Schweiz beträgt heute 45 Prozent. Der Güterverkehr leistet nur rund 10 Prozent aller Fahrzeugkilometer, ist aber für einen deutlich höheren Anteil der Schadstoffemissionen verantwortlich. Der grösste Teil des Güterverkehrs ist Binnenverkehr. Nur 25 Prozent sind Transit- oder Import-/ Exportverkehr.
Technische Massnahmen
Die verbesserte Motorentechnologie und die strengen europäischen Abgas- und Verbrauchsnormen führen zu einer Abnahme der Emissionen pro Fahrzeug und gefahrenen Kilometer. Im Gegensatz dazu steht nach wie vor die zu erwartende Zunahme des Verkehrs.
Katalysatoren und Russfilter tragen dazu bei, dass der Strassenverkehr weniger Schadstoffe produziert. Der Bund ist für technische Massnahmen zuständig, beispielsweise für eine rasche Aus- und Nachrüstung mit Partikelfiltern.
Verkehrsplanung
Zentrumsnahe Standorte sind lufthygienisch oft vorbelastet. Aus Sicht Luftreinhaltung ist es aber dennoch sinnvoll, verkehrsintensive Vorhaben an solchen Standorten anzusiedeln: Die Fahrstrecken an zentrale Standorte sind kürzer. Zentrale Standorte lassen sich zudem besser mit dem öffentlichen Verkehr erschliessen. Insgesamt kann mit deutlich geringeren Emissionen aus dem Verkehr gerechnet werden als an peripheren Standorten.
Der Massnahmenplan Luftreinhaltung trägt diesem Umstand Rechnung, indem er einerseits mit dem Fahrleistungsmodell Anreize schafft, verkehrsintensive Vorhaben an zentrumsnahen Standorten anzusiedeln und andererseits lokal während einer gewissen Zeit eine Mehrbelastung der Luft toleriert (Belastungsgrenzen für Strassen).
Umweltfreundliche Mobilität
Umweltfreundliches Mobilitätsverhalten wird heutzutage gefördert. Gute Voraussetzungen für den öffentlichen Verkehr sowie für den Fuss- und Veloverkehr sollen geschaffen werden. Zudem soll die Bevölkerung mit einer kontinuierlichen Öffentlichkeitsarbeit für ein umweltfreundliches Mobilitätsverhalten sensibilisiert und motiviert werden.
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