Massnahmenplan 2000 / 2015

Im Jahr 2001 hat der Kanton Bern 21 Massnahmen zur Verbesserung der Luftqualität definiert. 2010 hat der Regierungsrat den Massnahmenplan mit fünf vorwiegend technischen Massnahmen ergänzt und das beco mit deren Umsetzung beauftragt. Entscheidend waren Erkenntnisse aus dem Vollzug und die technische Entwicklung, die neue Möglichkeiten zulässt.
Beim Ausarbeiten der Massnahmen waren folgende Grundsätze massgebend:
- Ozon und Klimaproblematik sind ein grossräumiges Problem. Deshalb müssen die Emissionen von NOX und VOC (Vorläuferschadstoffe der Ozonbildung) sowie von CO2 auf dem ganzen Kantonsgebiet reduziert werden.
- Für NO2 und PM10 müssen die Immissionsgrenzwerte entlang der Verkehrsachsen eingehalten werden. Dafür sind vor allem Massnahmen beim Strassenverkehr notwendig.
- Neben den lokalen Immissionsgrenzwerten sollen vermehrt auch globale Gesichtspunkte berücksichtigt werden, beispielsweise die CO2-Problematik oder die Übersäuerung empfindlicher Ökosysteme
- Verkehrs- und Raumplanung sind mit der Luftreinhaltung besser abzustimmen. Deshalb gelten für beide die Zeithorizonte der Raumplanung (15 Jahre).
- Was die Emissionen klimaaktiver Gase angeht, bestehen ausgeprägte Synergien zwischen Energiepolitik und Massnahmen zur Luftreinhaltung. Aus diesem Grunde wurde der Massnahmenplan auf die Ziele und Vollzugsinstrumente der kantonalen Energiepolitik abgestimmt.
- Der Wirkungsbereich des Massnahmenplans umfasst das gesamte Kantonsgebiet.
- Der Handlungsspielraum der Gemeinden soll möglichst gross und die Erwartung des Kantons an die Gemeinden möglichst konkret sein.
•Massnahmenplan zur Luftreinhaltung 2000/2015 (Stand 5. April 2012) (PDF, 1.5 MB, 127 Seiten)
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