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Aktuelles sowie Infos und Empfehlungen aus dem Beobachtungsnetz

Aktuelle Empfehlungen vom 19.09.2017

Mais

Maiswurzelbohrer: Keine Fänge im Kanton Bern

Der Maiswurzelbohrer ist einer der weltweit wirtschaftlich bedeutendsten Maisschädlinge und gilt in der Schweiz immer noch als melde- und bekämpfungspflichtiger Schädling. Jährlich werden in der Schweiz rund 200 Fallen aufgestellt um ihn zu überwachen. Während im Tessin regelmässig Käfer gefangen werden, beschränken sich die Fänge nördlich der Alpen auf Einzelfälle, meist nahe der Grenze oder an der Nord-Südachse, da der Maiswurzelbohrer in der EU weit verbreitet ist. Dieses Jahr waren im Kanton Basel Stadt einzelne und in der Region Chablais (Kanton Waadt) mehrere Fänge zu verzeichnen.

Reife Beurteilen

Der Mais sollte siliert werden, wenn der TS-Gehalt der Ganzpflanze ca. 35% beträgt. Dies ist der Fall, wenn das Maiskorn noch mit dem Nagel angeritzt werden kann und der Korninhalt teigig mehlig ist (Teigreife). Ab 38% TS ist das Maiskorn kaum mehr Ritzbar.  

Bohrloch von Maiszünsler mit Bohrmehl

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Maiszünslerbefall

Wird der Mais auf die Reife überprüft, kann auch gleich der Maiszünslerbefall erhoben werden.

Den Maiszünslerbefall erkennt man jetzt an den Bohrlöcher und am Bohrmehl, das in den Blattachseln liegt. Häufig sind auch Pflanzen umgeknickt. Beim Auszählen werden an 10 Stellen im Feld 5 Stängel angeschaut und die befallenen Pflanzen gezählt.

Der Maiszünsler kann mit Trichogramma (Schlupfwespen) bekämpft werden. Diese parasitieren die Eier der Maiszünsler und halten so die Population niedrig.

Sind im Körnermais 10-20% und im Silomais 20-30% der Pflanzen befallen, sollten im nächsten Jahr Trichogramma ausgesetzt werden (Bekämpfungsschwelle überschritten).

Mit dem Berner Pflanzenschutzprojekt wird diese Massnahme mit 150 Franken pro Hektare und Jahr gefördert. Für das Berner Pflanzenprojekt kann man sich jetzt in der Herbsterhebung anmelden (Häkchen bei Berner Pflanzenschutzprojekt), danach kann man sich in der Frühlingserhebung für die Massnahme Trichogramma anmelden.

Raps

Gelbfalle zur Überwachung des Rapserdflohs

Bild vergrössern Gelbfalle zur Überwachung des Rapserdflohs

Rapserdfloh

Im Beobachtungsnetz wurden noch keine Erdflöhe in den Gelbschalen gefangen. Vereinzelt wurden Frassspuren gefunden, die Schadschwelle wurde jedoch nirgendwo erreicht.

Der Käfer fliegt im September von Waldrändern und Hecken in die Rapsfelder ein. Sie fressen an den Blättern, was an kleinen Löchern und Schabstellen erkennbar ist. Diese machen nur bei zuvor schon stark geschwächten Beständen Probleme.

Nach etwa 10 Tagen beginnt die Eiablage. Die Larven machen den eigentlichen Schaden. Sie bohren sich in die Blattstiele und Haupttriebe und können den Vegetationspunkt zerstören. Durch die Gänge dringt Wasser ein, was die Pflanzen weiter schädigt. Bei warmem Herbst und Winter wird der Rapserdfloh gefördert.

Erdflohfrass: Löcher sind klein, kein grosser Schaden an Blatt.  Achtung, nicht  mit Schneckenfrass verwechseln!

Bild vergrössern Erdflohfrass: Löcher sind klein, kein grosser Schaden an Blatt. Achtung, nicht mit Schneckenfrass verwechseln!

Die Bekämpfung ist, nach Erreichen der Schadschwelle, Ende Oktober (gut zu kombinieren mit der Fungizidbehandlung) am wirkungsvollsten, da danach kaum mehr neue Erdflöhe einwandern. Die Bekämpfung des Rapserdflohs benötigt eine Sonderbewilligung.

Stadium Bekämpfungsschwelle Rapserdfloh Probengrösse
Keimblatt (BBCH 10) 50% der Pflanzen mit mehreren Frassstellen 10x5 Pflanzen
5-6 Blatt 80% der Pflanzen mit mehreren Frassstellen und mehr als 100 Erdflöhe in 3 Wochen pro Gelbfalle 10x5 Pflanzen und Gelbschale
  auf 7 von 10 Trieben mindestens eine Larve 10x5 Pflanzen

Rüben

Ab 6 Wochen vor der Ernte sollten keine Spritzungen mehr gemacht werden.

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