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Aktuelles vom 23.05.2018

Weizen – Septoria und Getreidehähnchen Kontrolle, Fusarienrisiko beachten

Septoria sollte beim Erreichen der Schadschwelle jetzt bekämpft werden.

Bild vergrössern Septoria sollte beim Erreichen der Schadschwelle jetzt bekämpft werden.

Der Weizen ist grösstenteils im Ährenschieben (Stadium 50-59); an zwei der untersuchten Standorte befindet er sich bereits in der Blüte (Stadium 65). Der Septoria-Befall ist eher hoch. Die Schadschwelle wurde an 80% der Standorte überschritten. 

Die Krankheit kann bis ins Stadium 61, Beginn der Blüte, behandelt werden. In Rubigen und Belp ist eine Behandlung also nicht mehr möglich. An allen anderen Standorten besteht jetzt die letzte Möglichkeit, den Bestand auszuzählen und beim Erreichen der Schadschwelle ein geeignetes Fungizid einzusetzen. Empfehlungen dazu finden sie im neuen Merkblatt (PDF, 216 KB, 2 Seiten)

Die Schadschwelle für Septoria wurde an untersuchten Standorten z.T. erreicht.

Bild vergrössern Die Schadschwelle für Septoria wurde an untersuchten Standorten z.T. erreicht.

Der Druck durch das Getreidehähnchen ist nur in drei Einzelfällen – Uettligen, Gerzensee und Zollikofen – über der Schadschwelle. Wegen diesen regionalen Unterschieden ist es besonders wichtig, das Feld vor einem Insektizid-Einsatz zu kontrollieren. Die Schadschwelle ist bei einer Kontrolle von 20 Pflanzen erst ab durchschnittlich einem Ei oder einer Larve pro Halm erreicht.

Die Schadschwelle für Getreidehähnchen wurde an drei Standorten Gerzensee, Zollikofen und Uettligen überschritten.

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Zur Behandlung von Getreidehähnchen ist im ÖLN Spinosad (ohne Sonderbewilligung) möglich. Bei überschrittener Bekämpgungsschwelle kann zum Beispiel 0.1 l Audienz mit Netzmittel (z.b. Heliosol) eingesetzt werden. Bei sehr hohem Druck (im Schnitt über 3 Getreidehähnchen pro Halm) empfielt es sich eine Sonderbewilligung für ein anderes Mittel zu lösen.

Weizen Fusarien

Die feuchte Witterung der letzten Tage, und auch in den folgenden Tagen kann eine Fusarien-Infektion fördern (siehe auch: www.fusaprog.ch). Getreidebestände sind unmittelbar nach dem Ährenschieben, also ab Beginn Blüte, am empfindlichsten auf Infektionen durch Fusarien, denn die Staubbeutel dienen den Pilz-Sporen als Eintrittspforte in die einzelnen Ährchen. Eine Behandlung ist nur an Standorten mit erhöhten Risikofaktoren wie ein pflugloses Anbausystem, Mais als Vorfrucht oder eine anfällige Sorte, nötig. Auch eine hohe Stickstoffdüngung und der Einsatz von Strobilurinen (Fungizide) fördern den Befall, denn Fusarien können den Platz der durch Strobilurine eliminierten Pilz-Erreger einnehmen. Die chemische Behandlung muss während der Blüte (DC 61-65) erfolgen, die besten Resultate werden 1-2 Tage nach Niederschlägen erzielt. Auch bei einem optimalen Behandlungszeitpunkt ist mit einem Wirkungsgrad von 60-70% zu rechnen.

Kartoffeln Krautfäule kontrollieren 

Am 18.05.2018 wurde in Sevelen (SG) ein Erstbefall mit Krautfäule gemeldet.

Bei der Entdeckung eines Erstbefalls sollte der Befallsherd sofort entfernt und der Befall der zuständigen Fachstelle Pflanzenschutz (031 636 49 10) gemeldet werden.

Auf der Internetseite www.phytopre.ch wird die aktuelle Krautfäulesituation angezeigt.

Eine erste Behandlung gegen Krautfäule ist erst notwendig, wenn ein Befall im Umkreis von 20 km gemeldet wird. 

Eiweisserbsen - Fallen aufstellen

Seit dieser Woche überwachen wir den Einflug von Erbsenwickler mit Pheromonfallen. Bis jetzt wurden lediglich maximal 5 Erbsenwickler gefunden. Die Schadschwelle ist erreicht, wenn während der ganzen Saison mehr als 100 Wickler in die Falle einfliegen. 

Empfehlungen der letzten Woche 

Zuckerrüben

Infos zur Herbizidbehandlung in den Zuckerrüben und einen Wirkstoffmengen-Berechner finden Sie auf der Homepage der Fachstelle für Zuckerrüben unter http://www.zuckerruebe.ch/zuckerrueben/unkraut/.

Die Schnecken sollten bis ins 6-Blatt-Stadium weiter beobachtet werden.

Das Erdmandelgras ist gekeimt 

Erdmandelgras zeichnet sich durch seine hellgründe Farbe und den dreieckigen Stängel aus.

Bild vergrössern Erdmandelgras zeichnet sich durch seine hellgründe Farbe und den dreieckigen Stängel aus.

Das Erdmandelgras hat begonnen zu keimen. Es ist essentiell, einen Befall früh zu erkennen. Bei einem flächendeckenden Befall sollte im 2 – 5 Blattstadium eine flache Bodenbearbeitung erfolgen. Geschieht dies vor Mais, so sollte mit der Bearbeitung ebenfalls Dual Gold eingearbeitet werden (Sonderbewilligung). Eine Behandlung mit Monitor ist im Weizen und Triticale bis ins Fahnenblatt möglich. Falls das Erdmandelgras nur nesterweise auftritt, so kann die Behandlung auch mit der Rückenspritze erfolgen. Mehr Informationen zum Erdmandelgras finden Sie auf unserer Internetseite.

Mais - Unkrautbekämpfung

Der Mais ist teilweise bereits am Auflaufen. Wichtig ist es nun, ihn ab dem 2-Blatt-Stadium (ca. 10 cm) bis ins 10-Blatt-Stadium (ca. 40 cm) unkrautfrei zu halten. Bei der Wahl des Herbizids ist darauf zu achten, dass die häufigen bzw. Problemunkräuter auf der jeweiligen Parzelle bekannt sind. So kann eine angepasste Herbizid-Behandlung mit hoher Wirksamkeit erfolgen. Die Spritzung sollte nur bei wüchsigem Wetter auf trockene Pflanzen erfolgen. Nach dem Regen sollte 1-2 Tage zugewartet werden mit dem Spritzen, damit die Blätter die Wachsschicht wieder aufbauen können und so keine Spritzschäden davontragen.

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