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Aktuelles vom 10.7.2018

Spritzfenstervorhersage benutzen um optimales Wetter zu treffen

Die Spritzarbeit ist stark Wetterabhängig. Luftfeuchtigkeit, Wind, Temperatur und vieles mehr beeinflusst die Wirkung der Applikation.

Zum Bestimmen des Optimalen Zeitpunktes bietet Syngenga den Webdienst "Spritzfenstervorhersage" an. Dieser ist auf unserer Homepage bei Mehr zum Thema verlinkt. 

 

Mit dem Webservice "Spritzfenstervorhersage" können sie den optimalen Zeitpunkt zum Spritzen finden

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Kartoffeln: Alternaria, Krautfäule und Blattläuse beobachten

Alternaria auf älteren Blätter.

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Diese Woche wurden in fast allen Parzellen Alternaria-Blattflecken gefunden. In den meisten Parzellen ist nun eine Behandlung nötig. Eine gute Wirkung gegen die Dürrfleckenkrankheit zeigen Mittel wie Signum oder solche mit dem Wirkstoff Difenoconazol (Sico, Slick oder Bogard). Da diese Mittel nur gegen Alternaria wirken, sollten sie bei der Krautfäule-Behandlung beigemischt werden.

Alternaria tritt zuerst auf älteren Blättern/Pflanzen auf und wird durch Regenfälle, welche auf eine Trockenperiode folgen, begünstigt. Deshalb sollte im jetzigen Zeitpunkt und vor allem nach Niederschlägen ein besonderes Augenmerk auf die Dürrfleckenkrankheit gelegt werden.

Alternaria wurde an fast allen Standorten gefunden. An einem Standort sind die Blattläuse auf einem kritischen Niveau.

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Krautfäule weiterhin beachten

Die Krautfäule ist aber immer noch aktiv und Krautfäule-Infektionen könnten in dieser Woche sichtbar werden. Daher sollten die Kartoffelfelder ab und zu überprüft werden. Zur allgemeinen Situation sind auf www.phytopre.ch Informationen aufgeschaltet.

Blattläuse verursachen in den seltensten Fällen grosse Schäden. Eine Behandlung ist nur angebracht, wenn die Schadschwelle überschritten ist (> 10 Blattläuse pro Fiederblatt).

Bild vergrössern Blattläuse verursachen in den seltensten Fällen grosse Schäden. Eine Behandlung ist nur angebracht, wenn die Schadschwelle überschritten ist (> 10 Blattläuse pro Fiederblatt).

Blattläuse vereinzelt vorhanden

In einer Kartoffel-Parzelle (Langenthal) haben die Blattläuse zugenommen. Blattläuse müssen nur in den seltensten Fällen behandelt werden. Eine Behandlung könnte dann nötig sein, wenn die Schadschwelle überschritten ist (> 10 Blattläuse pro Fiederblatt).

Zuckerrüben: Cercospora

In den meisten Rübenfeldern sind Cercospora- Blattflecken vorhanden. Ab Befallsbeginn sollte ein Fungizid gespritzt werden. Nebst den herkömmlichen Fungiziden ist seit diesem Jahr ein Kupfermittel (Funguran Flow, Omya) gegen Blattflecken in den Zuckerrüben erlaubt. Dieses kann als Beimischung zu einem herkömmlichen Fungizid den Schutz erhöhen. Beachten Sie dazu die Empfehlungen der Firma. Bei einem Einsatz von Kupferpräparaten beträgt die Wartefrist zwischen den Spritzungen 2 Wochen und das Laub der behandelten Rüben darf nicht an Tiere verfüttert werden. Pro Jahr sind maximal 4 kg Kupfer-Metall je Hektar erlaubt.

Stoppelbearbeitung

Das Ziel einer Stoppelbearbeitung ist die Unkrautbekämpfung und das Einarbeiten von Ernterückständen. Die erste Bearbeitung sollte möglichst flach sein (nicht tiefer als 10 cm). So werden Wurzelunkräuter abgeschnitten, die Ernterückstände werden nicht zu tief eingegraben und das Ausfallgetreide wird zur Keimung angeregt. Im zweiten Durchgang kann, wenn nötig tiefer gelockert werden. Mit einem Durchgang mit der Federzinkenegge können Queckenrhizome an die Oberfläche gebracht werden, wo sie dann vertrocknen.

Bei Wurzelunkräutern wie Quecken, Blacken, Disteln und Winden kann eine chemische Behandlung sinnvoll sein. Die Unkräuter könnten mit Glyphosat- oder Sulfosat-haltigen Produkten behandelt werden. Dabei sollten die Pflanzen im aktiven Wachstum mit möglichst viel Blattmasse sein. Die Aufwandmenge der Produkte sollte auf die verschiedenen Unkräuter angepasst werden.

Nach Raps, darf keine Stoppelbearbeitung erfolgen, sondern muss auf das Auflaufen des Ausfallraps abgewartet werden. 

Empfehlungen der letzten Woche 

Zuckerrüben mit Rübenmotten-Befall. Die Insektizid-Behandlung der Rübenmotte hat nur einen Wirkungsgrad von 20-30%, daher wird von einer Behandlung abgeraten.

Bild vergrössern Zuckerrüben mit Rübenmotten-Befall. Die Insektizid-Behandlung der Rübenmotte hat nur einen Wirkungsgrad von 20-30%, daher wird von einer Behandlung abgeraten.

Beschreibung der Rübenmotte

Die Raupen der Rübenmotte fressen ab Mitte Mai Gänge in die Blattstiele und den Rübenkopf. Diese Stellen werden schwarz, vertrocknen und verfaulen. Die Symptome sind ähnlich wie bei Bormangel.
Trockenwarme Witterung (zunehmend bei Klimaveränderung) fördert, Beregnung ab Befallsbeginn mindert den Befall. In der Schweiz ist ein Pyrethroid bewilligt (starkes Nützlingsgift). (Aus: Häni et al. 2018, Pflanzenschutz im nachhaltigen Ackerbau)

Behandlung

Die Rübenmotte macht nur bei heisser und trockener Witterung Schaden, ein Regenguss wirkt wie ein Insektizid (oder sogar besser).
Der Wirkungsgrad des Insektizids (Produkt „Karate Zeon“, sonderbewilligungspflichtig) zur Behandlung der Rübenmotten ist sehr gering, er liegt bei etwa 20-30%, sofern man zum richtigen Zeitpunkt gespritzt hat. Pyrethroide wirken nur bei niedrigen Temperaturen (das Optimum liegt bei 15°C, das Maximum bei 25°C). Bei zu hohen Temperaturen wird der Wirkstoff abgebaut, bevor er überhaupt wirken kann.

Fazit

Wegen dem geringen Wirkungsgrad und der Temperaturabhängigkeit des Insektizids raten wir vor einer Behandlung ab.


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Informationen über diesen Webauftritt

http://www.vol.be.ch/vol/de/index/landwirtschaft/landwirtschaft/pflanzenschutz/ps-info.html