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Maiszünsler: Pflanzenreste zerkleinern oder unterpflügen

Deutliche Frassspuren der Maiszünsler-Larve an einem umgeknickten Maisstängel.

Der Maiszünsler schädigt den Stängel der Maispflanze.

Der Frass der Zünsler schränkt die Wasser- und Nährstoffversorgung der Maispflanze ein. Der Stängel wird ausgehöhlt und knickt schliesslich ab. Auch der Maiskolben kann befallen werden.

Raupen fressen sich von den Blättern bis in die Wurzeln

Etwa ab Mitte Juni fliegen die Maiszünslerfalter in die noch jungen Maisbestände ein. An der Unterseite der Maisblätter legen die Weibchen ihre Eier ab. Eine Woche später schlüpfen die Raupen und bohren sich schon bald in die Stängel der Maispflanzen ein, wo sie sich bis zum Herbst nach unten fressen.  Den Winter überdauern die Raupen in den Stoppeln oder im Wurzelbereich. Im Frühjahr verpuppen sie sich, bis dann im Juni die nächste Generation schlüpft.

Bekämpfung durch gründliches Zerkleinern oder Unterpflügen –
bei starkem Befall mit Schlupfwespen

Als indirekte Bekämpfungsmassnahme zeigt gründliches Zerkleinern oder Unterpflügen aller Pflanzenreste eine gute Wirkung. In einem pfluglosen Anbausystem ist das Körnermaisstroh sorgfältig und exakt zu mulchen (< 5 cm). Die Silomais-Stoppeln müssen ebenfalls tief gemulcht werden. Positiver Nebeneffekt: Wenn die Strohteile sehr klein sind, läuft die Verrottung besser und schneller ab, was dem Fusarienbefall bzw. der Mykotoxinbildung entgegenwirkt.

Als direkte Bekämpfungsmassnahme ist in der Schweiz der Einsatz von Trichogramma-Schlupfwespen die einzige zugelassene Möglichkeit. Die Schadschwelle wird beim Auszählen im Vorjahr und aus Erfahrungswerten ermittelt: Körnermais 10–20 % und Silomais 20–30 % befallene Pflanzen. Der flächendeckende Trichogramma-Einsatz hält den Maiszünslerdruck niedrig und sichert Qualität und Ertrag.

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