Rabenkrähen: vorgetäuschter Raubvogel-Angriff schreckt ab

Ein vorgetäuschter Raubvogel-Angriff hält Krähen von Maisparzellen und Gemüse fern.
Rabenkrähen verursachen an landwirtschaftlichen Kulturen zunehmend grössere Schäden.
Eine Studie der •Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft (SHL) hat ergeben, dass die Schäden 2006 vor allem das Seeland, den Oberaargau, Regionen um Bern und Teile des Aaretals betrafen. Mit der Anbautechnik kann das Ausmass der Krähenschäden nur gering beeinflusst werden. Die Studie im Auftrag des kantonalen Amts für Landwirtschaft und Natur (LANAT) war Reaktion auf die versuchte Krähen-Dezimierungsaktion im Jahre 2005.
Heftige Reaktionen auf den Versuch, die Krähenpopulation zu dezimieren
Im Winter 2005 hatte der Kanton Bern versucht, die Krähenpopulation mit dem Betäubungsmittel Gluccochloral direkt zu dezimieren, was in der Bevölkerung und in politischen Kreisen heftige Reaktionen auslöste. Der Grosse Rat forderte einen Bericht eines wissenschaftlichen Gremiums über die effektiven Krähenschäden. Die wurde Mitte Juli 2005 vom LANAT beauftragt, eine Studie über das Ausmass der durch Rabenkrähen verursachten Schäden im Kanton Bern zu verfassen.
Krähenrupfung: vorgetäuschter Raubvogel-Angriff schreckt Krähen ab
Bei den untersuchten Abwehrmassnahmen zeigten die so genannten Krähenrupfungen eine abschreckende Wirkung. Die im Kreis gesteckten Krähenfedern täuschen den Angriff eines Raubvogels vor und halten die Artgenossen einige Zeit vom Feld fern.
Das chemische Beizmittel Mesurol zeigte in verschiedenen Versuchen eine gute abstossende Wirkung. Unerwünschte Nebenwirkungen auf Regenwürmer, Laufkäfer und Bodenmikroorganismen wurden keine festgestellt.
Die Studie hält abschliessend fest, dass die Krähenschäden gesamtwirtschaftlich klein sind, für den einzelnen betroffenen Landwirt aber ein erheblicher finanzieller Schaden entstehen kann.
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Krähenschäden (PDF, 257 KB, 2 Seiten)
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