Kantonale Bodenbeobachtung (KABO)
Seit 1994 misst der Kanton Bern den Zustand der landwirtschaftlich wie auch der forstwirtschaftlich genutzten Böden sowie der •Böden im Siedlungsraum.
Die landwirtschaftlich genutzten Böden sind stark beeinträchtigt
An 18 ausgewählten Standorten erhebt der Kanton den physikalischen, chemischen und biologischen Zustand, wobei jeweils eine ackerbauliche Fläche mit einer Naturwiese verglichen wird. Die Naturwiese weist dabei denselben Bodentyp auf und unterscheidet sich von der bearbeiteten Fläche lediglich in der Art der Nutzung.
Inzwischen sind die Daten aus zwei Beprobungszyklen ausgewertet – sie zeigen, dass Ackerböden in ihrer Qualtät beeinträchtigt sind. Die intensive Bewirtschaftung mit schweren Traktoren, mit Pflügen und Erntemaschinen führt zu •Bodenverdichtungen, feststellbar durch weniger Hohlräume, weniger Regenwürmer und weniger Humus. Dadurch kann Regenwasser nicht mehr in die Tiefe abfliessen, was zu •Erosion und Überschwemmungen führen kann.
Das •kantonale Förderprogramm Boden unterstützt schonende Handlungsstrategien zu Gunsten von Boden, Wasser und Luft finanziell und fachlich.
Die forstwirtschaftlich genutzten Böden sind stark bis sehr stark versauert
An 238 Standorten erhebt der Kanton den chemischen Zustand forstwirtschaftlich genutzter Böden. Die Resultate zeigen, dass eine Mehrheit der Forstböden, die einen tiefen Kalkgehalt aufweisen, einen starken Mineralien-Verlust erlitten haben. Zudem besteht die Gefahr, dass vorhandene Schwermetalle löslich werden und in tiefere Bodenschichten oder ins Grundwasser gelangen.
Als eine der Ursachen für die beschleunigte Bodenversauerung gilt die Landwirtschaft, die seit Jahren stickstoffhaltige Düngemittel in grossen Mengen einsetzt. Das •kantonale Förderprogramm Boden will diese Ammoniak-Emissionen deutlich reduzieren.
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Bodenschutz (ASP)
Rütti
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