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Bodenerosion

Wird die nährstoffhaltige Schicht des Bodens (die Erde) abgetragen, spricht die Fachwelt von Erosion. Dies kann durch starke Winde oder durch Wasser geschehen. Die intensive landwirtschaftliche Bodennutzung, verbunden mit dem systematischen Entfernen natürlicher Schranken (Bäume, Hecken, Bodenunebenheiten), beschleunigt die Bodenerosion. Mit Pflanzen bedeckte Böden sind besser geschützt als unbedeckte.

Erosion senkt die Bodenfruchtbarket: sowohl dort, wo der Boden abgetragen wird (Onsite-Schäden) wie auch dort, wo er abgelagert wird (Offsite-Schäden): Mit dem Bodenverlust gehen viele Nährstoffe verloren, die in Gewässern zu Überdüngung führen können. Pestizide, die ebenfalls mit der Erosion in Gewässer gelangen, belasten die Umwelt erheblich.

Kluge Landwirte leisten ihren Beitrag gegen Bodenerosion

Bewirtschafter können mit einfachen Methoden die Erosion ihrer landwirtschftlichen Böden bremsen oder gar stoppen – indem sie

  • die Böden soweit möglich ständig mit Pflanzen bedecken (unmittelbare Aussaat nach der Ernte, Mulchschicht, keine winterliche Schwarzbrache)
  • die Böden extensiv bearbeiten: weniger häufig und nur flach pflügen, mit bodengetriebenen Geräten eggen, Arbeitsgänge zusammenlegen ("weniger ist mehr")
  • durch Zwischenfruchtanbau die biologische Aktivität des Bodens erhöhen
  • erosionshemmende Strukturen fördern: den Boden durchgängig bewachsen lassen, Anbau parallel zu den Höhenlinien, Wechsel zwischen erosionsmindernden und erosionsförderden Kulturen

Das Berner Vollzugsschema erlaubt koordiniertes und zielgerichtetes Vorgehen

Bodenerosion und ihre Bekämpfung ist ein Thema im In- und Ausland. Die Schweizer Landwirtschaftspolitik setzt Anreize für die Bewirtschafter, auf erosionsbeschleunigende Bewirtschaftungsmethoden zu verzichten und bodenschonende Anbausysteme einzusetzen.

Die Kantone vollziehen die nationale Strategie zur Erosionsbekämpfung. Der Kanton Bern hat 2005 mit den Kontroll-Organisationen ein Vollzugsschema (PDF, 93 KB, 1 Seite) ausgearbeitet. Damit kann auf Erosionsmeldungen schnell und zielgerichtet reagiert werden.

Gemeinsam mit den betroffenen Bewirtschaftern wird schrittweise vorgegangen:

  • Durchführen einer Situationsanalyse (Identifikation der Erosionsprobleme, Fruchtfolge, Bodenbearbeitung, etc.)
  • Ausarbeiten eines verbindlichen, auf den betroffenen Standort zugeschnittenen Massnahmenplans, um einen weiteren Bodenabtrag zu vermeiden

Wer den Massnahmenplan nicht einhält, muss mit Kürzungen bei den Direktzahlungen rechnen. Kommt es – trotz Einhalten des Massnahmenplans – zu weiteren Erosionsschäden, bleibt der Bewirtschafter vor Kürzungen verschont.

Ein zentrales Element des Massnahmenplans sind die Boden schonenden Anbausysteme. Gemäss der Verordnung über die Erhaltung der Lebensgrundlagen und der Kulturlandschaft (LKV) können die Landwirte in besonders erosions-, verdichtungs- und nitratgefährdeten Gebieten zur Umsetzung dieser Anbausysteme angehalten werden. Bisher kam das Vollzugsschema in rund 25 Fällen zur Anwendung.


Weitere Informationen

Kontakt

LANAT Amt für Landwirtschaft und Natur

Bodenschutz (ASP)
Rütti
3052 Zollikofen

Tel. 031 910 53 30
Fax 031 910 53 49
Kontakt per E-Mail
Kontaktformular

 


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