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Situation auf dem bernischen Arbeitsmarkt im Dezember 2016 Saisonaler Anstieg der Arbeitslosigkeit

10. Januar 2017 – Medienmitteilung

Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Bern erhöhte sich im Dezember 2016 um 883 auf 16‘636 Personen. Die Arbeitslosenquote stieg von 2,8 auf 3,0 Prozent (Schweiz: von 3,3 auf 3,5 Prozent). Die Zunahme ist weitgehend durch die zu dieser Jahreszeit übliche Entwicklung im Baugewerbe begründet. Bereinigt um diese saisonalen Effekte ist die Arbeitslosigkeit stabil geblieben. Im Jahresmittel 2016 waren 15‘283 Personen arbeitslos (2015: 14‘116). Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent (2015: 2,5 Prozent).

Im Dezember 2016 stieg die Arbeitslosigkeit in den meisten Branchen an. Am stärksten war der Anstieg aufgrund der saisonalen Entwicklung im Baugewerbe (+592). Auch in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie stieg die Arbeitslosigkeit an (+74). Im Gastgewerbe sank die Zahl der Arbeitslosen dank dem Start der Wintersaison (-190).

Bereinigt um die saisonalen Einflüsse blieb die Arbeitslosigkeit stabil. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote betrug gemäss Modellberechnungen des beco Berner Wirtschaft 2,7 Prozent. Anfangs Jahr betrug diese 2,6 Prozent (Details zur Saisonbereinigung siehe Infokasten).

In sieben Verwaltungskreisen des Kantons stieg die Arbeitslosigkeit an, in den drei touristisch geprägten Verwaltungskreisen des Oberlands ging sie zurück. Den grössten Anstieg verzeichnete die industriell geprägte Region Jura bernois. Die Spannweite der Arbeitslosenquote in den zehn Verwaltungskreisen des Kantons geht von 1,9 (Frutigen-Niedersimmental und Interlaken-Oberhasli) bis 4,9 Prozent (Biel).

Bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen (15- bis 24-Jährige) stieg die Arbeitslosigkeit um 102 auf 2‘315 Personen.

Verglichen mit dem Dezember 2015 sind 583 Personen mehr arbeitslos.

Vorwiegend aus der Industrie trafen 65 Gesuche zur Kurzarbeit ein. Sie betrafen 1‘004 Beschäftigte (Dezember: 52 Gesuche, 908 Beschäftigte)..

Zusätzliche Informationen finden sich unter www.be.ch/wirtschaftsdaten

Hinweis

Die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) publizierten Arbeitslosenquoten sind aktualisiert worden. Neu werden die Arbeitslosenzahlen nicht mehr ins Verhältnis zu den Erwerbspersonenzahlen aus dem Jahr 2010 gesetzt, sondern zu den Erwerbspersonenzahlen aus einem 3-Jahres-Pooling, das vom BFS aus den Strukturerhebungsdaten der Jahre 2012, 2013 und 2014 zum Erwerbsleben der Bevölkerung errechnet und bereitgestellt wird. Durch die breitere Datenbasis im 3-Jahres-Pooling wird die Ergebnisqualität der Berechnungsbasis erhöht. Die neue Basis gilt rückwirkend ab 1. Januar 2014. Die Zeitreihen sind entsprechend zurückgerechnet und angepasst worden.
Die Zahl der Erwerbspersonen erhöhte sich im Kanton Bern von 545‘428 im Jahr 2010 auf 562‘265 im Jahr 2014. Die auf der aktualisierten Basis berechneten Arbeitslosenquoten berücksichtigen die Zunahme der Erwerbspersonenzahlen zwischen 2010 und 2014 und vermitteln damit ein genaueres Bild der Lage auf dem Arbeitsmarkt. 

Hinweis

Bei der Saisonbereinigung werden regelmässige jahreszeitliche Einflüsse aus der Monatsstatistik eliminiert, um die konjunkturbedingten Veränderungen der Arbeitslosenzahlen zu untersuchen. Die jahreszeitlichen Schwankungen kommen beispielsweise durch die Witterung (Gast- und Baugewerbe) oder institutionelle Termine (Ausbildungsabschlüsse, Feiertage, Ferien) zu Stande.

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