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Situation auf dem bernischen Arbeitsmarkt im November 2016 Die Arbeitslosigkeit nimmt saisonbedingt weiter zu

9. Dezember 2016 – Medienmitteilung

Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Bern erhöhte sich im November 2016 um 865 auf 15‘753 Personen. Die Arbeitslosenquote stieg von 2,6 auf 2,8 Prozent (Schweiz: von 3,2 auf 3,3 Prozent). Von der Zunahme der Arbeitslosigkeit waren vorwiegend das Bau- und das Gastgewerbe betroffen. Bereinigt um die jahreszeitlichen Effekte blieb die Arbeitslosigkeit stabil.

Die jüngste Zunahme der Arbeitslosigkeit ist in erster Linie auf Saisoneffekte zurückzuführen. Im Baugewerbe stieg die Zahl der Arbeitslosen um 414 auf 1‘739 Personen. Im Gastgewerbe (+190) zeigte sich eine Erhöhung der Arbeitslosenzahl aufgrund der touristischen Zwischensaison.

Bereinigt um die saisonalen Einflüsse blieb die Arbeitslosigkeit stabil. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote betrug gemäss Modellberechnungen des beco Berner Wirtschaft 2,7 Prozent (Details zur Saisonbereinigung siehe Infokasten).

In allen zehn Verwaltungskreisen erhöhte sich die Arbeitslosigkeit. Den grössten Anstieg verzeichneten die touristisch geprägten Regionen Interlaken-Oberhasli und Obersimmental-Saanen. Die Spannweite der Arbeitslosenquote geht von 2,1 Prozent (Obersimmental-Saanen, Frutigen-Niedersimmental) bis 4,7 Prozent (Biel/Bienne).

Verglichen mit dem November 2015 sind 514 Personen mehr arbeitslos.

Vorwiegend aus der Industrie trafen 52 Gesuche zur Kurzarbeit ein. Sie betrafen 908 Beschäftigte (Oktober: 66 Gesuche, 796 Beschäftigte).

Zusätzliche Informationen finden sich unter www.be.ch/wirtschaftsdaten

Hinweis

Die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) publizierten Arbeitslosenquoten sind aktualisiert worden. Neu werden die Arbeitslosenzahlen nicht mehr ins Verhältnis zu den Erwerbspersonenzahlen aus dem Jahr 2010 gesetzt, sondern zu den Erwerbspersonenzahlen aus einem 3-Jahres-Pooling, das vom BFS aus den Strukturerhebungsdaten der Jahre 2012, 2013 und 2014 zum Erwerbsleben der Bevölkerung errechnet und bereitgestellt wird. Durch die breitere Datenbasis im 3-Jahres-Pooling wird die Ergebnisqualität der Berechnungsbasis erhöht. Die neue Basis gilt rückwirkend ab 1. Januar 2014. Die Zeitreihen sind entsprechend zurückgerechnet und angepasst worden.

Die Zahl der Erwerbspersonen erhöhte sich im Kanton Bern von 545‘428 im Jahr 2010 auf 562‘265 im Jahr 2014. Die auf der aktualisierten Basis berechneten Arbeitslosenquoten berücksichtigen die Zunahme der Erwerbspersonenzahlen zwischen 2010 und 2014 und vermitteln damit ein genaueres Bild der Lage auf dem Arbeitsmarkt.

Hinweis

Bei der Saisonbereinigung werden regelmässige jahreszeitliche Einflüsse aus der Monatsstatistik eliminiert, um die konjunkturbedingten Veränderungen der Arbeitslosenzahlen zu untersuchen. Die jahreszeitlichen Schwankungen kommen beispielsweise durch die Witterung (Gast- und Baugewerbe) oder institutionelle Termine (Ausbildungsabschlüsse, Feiertage, Ferien) zu Stande.

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