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Fischbestand in der Birs Untersuchungen zum fehlenden Fischbestand in der Birs sind abgeschlossen – die Ursache bleibt offen

2. Dezember 2016 – Medienmitteilung

Die Arbeiten durch die Behörden in den Kantonen Bern und Jura zum mysteriösen Fehlen des Fischbestandes in der Birs unterhalb der Gemeinde Roches sind abgeschlossen. Auch nach den breit angelegten Untersuchungen und Nachforschungen konnte nicht ermittelt werden, warum zwischen August 2013 und April 2014 unterhalb der Gemeinde Roches die Fische fehlten.

In einem längeren Abschnitt des Flusses Birs zwischen Roches und Delémont wurde der Fischbestand zwischen August 2013 und April 2014 stark dezimiert. Die Ursache und der genaue Zeitpunkt für diesen massiven Rückgang sind den Behörden aus den Kantonen Bern und Jura auch nach vertieften Untersuchungen bis zum heutigen Zeitpunkt nicht bekannt. In der Zwischenzeit erholt sich der Bestand je nach Fischart mehr oder weniger schnell.

Quantitative Abfischungen von Ende April 2014 und September 2014 belegen, dass der Fischbestand in der Birs unterhalb der ARA Moutier-Roches auf mehreren Kilometern fehlte. Es handelt sich dabei um mehr als zehntausend Fische. Die grosse Anzahl Fische und die betroffene Gewässerlänge lassen Erklärungsansätze wie Prädation (Raub) durch fischfressende Vögel oder Abwanderung als Folge von ungenügender Wasserqualität ausschliessen. Eine explizite Fischerkrankung konnte ebenfalls nicht eruiert werden. Eine plausible Erklärung ist dennoch am ehesten ein Fischsterben grösseren Ausmasses. Rätselhaft bleibt jedoch der Umstand, dass zu keinem Zeitpunkt Beobachtungen zu einem grösseren Fischsterben gemacht bzw. gemeldet wurden. 

Arbeitsgruppe untersuchte in alle Richtungen

Seit November 2014 wurden verschiedene Untersuchungen eingeleitet, um die Ursachen des fehlenden Fischbestandes in der Birs aufzuklären. Die Behörden beider Kantone Bern und Jura haben hierzu eine gemeinsame Arbeitsgruppe gebildet, um die Analysen bestmöglich aufeinander abzustimmen. 

Wasseranalysen und akute Toxizitätstests im Jahr 2014 zeigen, dass die aktuelle Wasserqualität der Birs den Anforderungen der Gewässerschutzgesetzgebung entspricht. Zwar wurden Mikroverunreinigungen von Siedlungs- und Industriechemikalien sowie Medikamentenrückstände nachgewiesen. Die Konzentrationen entsprechen jedoch Verhältnissen, wie sie leider vielerorts im Siedlungsbereich vorgefunden werden. Insgesamt konnten keine verdächtigen, potenziell ursächlichen Substanzen für den fehlenden Fischbestand gefunden werden. Auch die Rolle der ARA Moutier-Roches wurde einer retrospektiven Untersuchung unterzogen. Die Fakten erlauben es nicht, die Ursachen für den fehlenden Fischbestand in den Jahren 2013 und 2014 zu eruieren.

Erste Anzeichen einer Erholung des Fischbestands

Der Fischbestand unterhalb Roches zeigt seit 2015 erste Anzeichen einer Erholung. Die Bachforellen besiedeln nach und nach die betroffene Strecke. Die Naturverlaichung findet statt. Die Situation bei den Äschen und Groppen ist jedoch problematischer; bei diesen beiden Arten dauert die Wiederbesiedlung länger.

Die Situation vor Ort wird nach wie vor überwacht. So führen das Gewässer- und Bodenschutzlabor des Kantons Bern und das Amt für Umwelt des Kantons Jura wie gewohnt monatliche Wasseruntersuchungen durch. Die Entwicklung und Erholung des Fischbestandes wird beobachtet. Die beiden Kantone behalten sich Anpassungen an den Besatzmassnahmen vor und werden diese miteinander koordinieren.

Mediendokumentation

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