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Verbauungs- und Aufforstungsprojekt Brienzer Wildbäche Unterhaltsarbeiten am Generationenprojekt

5. September 2017 – Medienmitteilung

Der Regierungsrat hat an seiner Sitzung vom 23. August 2017 einen Kredit von 1,475 Mio. Franken für das forstliche Verbauungs- und Aufforstungsprojekt im Einzugsgebiet der Brienzer Wildbäche zuhanden des Grossen Rates genehmigt. Es handelt sich um den Kredit für die Etappe von 2018 bis 2022. Im Zentrum stehen der Unterhalt der bestehenden Schutzbauten und die Pflege der Aufforstungen.

Der Regierungsrat hat für das Verbauungs- und Aufforstungsprojekt im Einzugsgebiet der Brienzer Wildbäche einen Kredit von 1,475 Millionen Franken für die Jahre 2018–2022 gesprochen. Die Gesamtkosten für die Arbeiten belaufen sich auf 2,5 Mio. Franken. Daran beteiligt sich der Bund mit gut einer Million Franken. Am Dienstag (5. September 2017) haben Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann und Fachleute der Abteilung Naturgefahren die Medien vor Ort über die geplanten Arbeiten informiert.

Der Klimawandel verschärft die Situation

«Die Katastrophe in Bondo am 23. August 2017 hat uns schmerzlich die grosse Zerstörungskraft von Bergstürzen und Murgängen vor Augen geführt», sagte Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann vor den Medien. Auch im Einzugsgebiet der Brienzer Wildbäche schaffen die Topografie, die Geologie und das Klima an den steilen Südhängen Voraussetzungen für Naturgefahren, die zu verheerenden Ereignissen führen können: Murgänge, Übersarungen als Folge des Geschiebetransports von Wildbächen, Lawinen, Steinschlag, Felssturz, Rutschungen und Erosion bedrohen die unterhalb liegenden Gebiete. Die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Region mussten das letztmals 2005 schmerzlich erfahren, als in der Nacht vom 22. auf den 23. August verheerende Murgänge zwei Menschenleben kosteten und gewaltige Zerstörungen anrichteten. «Es ist zu befürchten, dass mit den Auswirkungen der Klimaerwärmung Ereignisse häufiger auftreten und somit die Schutzmassnahmen öfters beansprucht werden», so Christoph Ammann. «Umso wichtiger ist es, dass in unseren Berggebieten die Schutzbauten funktionstüchtig sind und die Aufforstungen gepflegt werden.»

Erfolgreiche Kombination von Wasserbau und Aufforstungen

Mit Wasserbaumassnahmen und Aufforstungen versucht der Kanton Bern seit über 100 Jahren diese Prozesse einzudämmen. Verbauungen, Aufforstungen und Begrünungen sollen den Wasserabfluss  regulieren und die Geschiebemenge vermindern. «Die Massnahmen zielen darauf ab, dass Murgangereignisse in ihrer Grösse und Häufigkeit abnehmen», sagte Nils Hählen, Leiter der Abteilung Naturgefahren beim Amt für Wald. «Der ideale Endzustand ist ein intakter Schutzwald.»

Das Generationenprojekt kann seine Schutzwirkung jedoch nur entfalten, wenn es unterhalten und gepflegt wird. Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass mit einem Aufwand von 500‘000 Franken jährlich einerseits der Unterhalt gewährleistet werden kann, andererseits ein gewisser Spielraum besteht für die gezielte Erweiterung der Aufforstungen und der Verbauungen.

Mediendokumentation

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